Gesangverein Wasenberg

Männerchor blickt auf 125 Jahre Vereinsgeschichte zurück

Stiftungsfest: Das Bild entstand 1913 beim 25-jährigen Bestehen des Gesangvereins Wasenberg. Fotos: privat/Rose

Wasenberg. 125 Jahre und kein bisschen leise: Das trifft in diesen Tagen auf den Gesangverein Wasenberg zu. Der Männerchor feiert am vierten Augustwochenende Geburtstag. 1888 gründete sich der Chor, erster Leiter war Heinrich Glintzer.

Mehr als 40 Sänger zählte der Chor beim 25-jährigen Bestehen 1913. Lehrer Wilhelm Siebert lenkte ab 1920 die Wasenberger Sänger, 1927 kam Hauptlehrer Faust aus Zella zu den Singstunden. Als Nachfolger gewann man 1950 Arthur Zeißler. Mit ihm erlebte der Verein einen ungeahnten Aufschwung: Die Zahl der Sänger stieg auf 60 an. Ein neuer Vorstand sorgte für wirtschaftliche Blüte. Durch intensive Werbung standen bald 130 Mitglieder hinter dem Verein. 1964 schufen sich die Sänger im Ransrainwäldchen eine eigene Freizeitanlage, in der bis heute am ersten Sonntag im August das Ransrain-Singen statt findet. Seit den 1960er-Jahren feiern die Sänger auch regelmäßig Karneval.

Ab 1970 stand Konrad Peter den Sängern als Chorleiter vor. Ihm folgte 1974 Hermann Geisel. Bereits 1973 hatte er einen Kinderchor gegründet, der an den Gesangverein angegliedert wurde. Als eines der größten Ereignisse in der Geschichte gilt der Besuch der Wasenberger beim Deutschen Sängerfest 1976 in Berlin. Zum 90. Geburtstag nahm der Chor eine eigene Langspielplatte auf.

Alsbald rückten mit Annemarie Haber auch die Frauen ins Rampenlicht: Sie gründete 1980 den Frauenchor. Von Wasenberg sprach man damals vom „Singenden Dorf“. Als Folge von Differenzen zwischen dem Leiter des Männerchores und dem Vorstand, schied Geisel 1983 aus dem Verein ein. Der Kinderchor ging in einen eigenen Verein über. Mit Peter Groß fand sich für die Männer ein neuer Leiter. Der Kantor verlangte den Sängern viel ab: Er übte mit ihnen anspruchsvolles Liedgut ein, der Chor fuhr zu Wettsingen. 1994 übernahm Andreas Berneburg die Leitung. Dem damaligen Vorsitzenden Johannes Gonther gelang nach Gesprächen 1995 wieder ein gemeinsames Konzert mit dem Jungen Chor.

40 Auftritte im Jahr

Auf Berneburg folgte 2009 Helmut Daub. Der Chorleiter fügte Wieraer und Wasenberger Sänger – aktuell sind es 28 – in einem Männerchor zusammen. Im selben Jahr übernahm Daub auch die Leitung des Gemischten Chores. Die Übungsstunden halten die Mitglieder im Wechsel in beiden Orten ab. „Es haben sich mittlerweile freundschaftliche Beziehungen entwickelt“, erzählt Pressewart Philipp Wolf. Man freue sich über die konstante Zusammenarbeit. Die Chorgemeinschaft ist ein fester Bestandteil des Wasenberger Vereinslebens. 40 Auftritte absolvieren die Sänger im Jahr. Jährlich werden Fahrten und eine Weihnachtsfeier organisiert. Stolz sind die Mitglieder auf ihr Singen im Ransrain: „Im kommenden Jahr steht schon das nächste Jubiläum an. Dann wird die Anlage 50 Jahre alt“, sagt Vorsitzende Ingrid Rohde.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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