Konzerttournee „Osterfest“ mit Njeri Weth sorgte für Bewegung im Publikum

Sitzenbleiber gab es nicht

Verbreiteten gute Stimmung: Die Sänger von dem Chor Get Up aus Kassel begeisterten das Publikum in der Kulturhalle von der ersten Minute des Konzerts mit fröhlichen Gospels. Fotos: V. Koch

Spangenberg. Wer dachte, beim Beginn der Konzerttournee mit dem Titel „Osterfest“ in Spangenberg könnte er sich bei schöner Musik entspannt zurücklehnen, wurde eines Besseren belehrt: Schon als die Sänger des Chores Get Up aus Kassel in ihren langen weißen Roben fröhlich singend die Bühne betraten, animierten sie ihr Publikum in der gut gefüllten Spangenberger Kulturhalle dazu, mitzuklatschen. Begleitet wurden sie dabei von dem Popkantor Peter Hamburger am elektrischen Piano.

Als die Sängerin Njeri Weth dann die Bühne betrat, stellte sie klar: Heute singt, groovt und swingt das Publikum mit. Und ihr Ehemann Johannes Weth ergänzte später: „Wenn das mit dem Singen nicht klappt, wird gesummt. Auf jeden Fall aber getanzt.“ Gefühlvoll hauchte Njeri Weth die ersten Zeilen von „Amazing Grace“ ins Mikrofon, bevor sich das Lied zu einem mitreißenden Nummer entwickelte. Bei einem Medley aus bekannten Gospels hielt es nur wenige auf ihren Sitzplätzen. Wie Njeri Weth es schon zu Beginn des Konzerts angekündigt hatte, wurde fleißig mitgesungen und getanzt. Mit den Klängen von „Kum ba yah, my lord“ schlugen die Vollblut-Musiker dann zunächst ruhigere Töne an, bevor sie mit dem wohl bekanntesten Gospel „Oh happy day“ die Stimmung in der Kulturhalle wieder zum Kochen brachten.

Zwischen den fröhlichen Liedern - die mit Piano, Gitarre, Bass, Schlagzeug und Percussions begleitet wurden - verkündete der Theologe Johannes Weth mit rauer Stimme und einer Prise Witz die Botschaft von der Auferstehung Jesu. Still im Saal wurde es, als Njeri Weth einige ihrer selbst komponierten Lieder erklingen ließ. Dabei zeigte sie, dass ihre Stimme nicht nur wunderbar zu kraftvollen Gospels passt, sondern auch die leisen Töne sehr gut bedienen kann. Zu den Liedern tanzten die Brasilianer Luciola Dumont und Paulo Santos leichtfüßig durch die Kulturhalle, und brachten den Text der Musik zum Ausdruck.

Als sich das Konzert dem Ende entgegenneigte, schlugen Njeri Weth und der Sänger Steve Ogedegbe mit den Zuhörern das Himmelsfels-Lied an. Wer den Text nicht kannte, konnte ihn auf einer Leinwand ablesen. Mit einem Segenslied ging das „Osterfest“ dann nach über zwei Stunden zu Ende. Die fröhliche Stimmung der Musiker hatte sich vollends auf ihr Publikum übertragen, und man konnte in viele strahlende Gesichter blicken. (yvk)

Quelle: HNA

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