Stadtverordnete einigten sich auf Prüfantrag zur Verkehrsberuhigung in Fußgängerzone

In Sitzung ging es still zu

Fußgängerzone soll Fußgängerzone werden: Die SPD-Fraktion möchte die Zufahrt zur Melsunger Innenstadt erschweren. Im Bild Dieter Binting in der Kasseler Straße. Archivfoto: Schwarz

Melsungen. Eine derart ruhige Sitzung der Stadtverordneten gab es nur nach dem Tod von Dieter Runzheimer. Die Sitzung am Donnerstag begann anlässlich des ersten Todestages des verstorbenen Bürgermeisters mit einem stillen Gedenken. Aber auch im weiteren Verlauf wurde nicht diskutiert.

Die CDU-Fraktion hatte sogar entschieden, keinen Antrag in die Sitzung einzubringen. So waren es nur die Berichte aus den Ausschüssen und drei Antragsteller von SPD-, FW- und Grünen-Fraktion, die ihre Anliegen vortrugen und die Stille unterbrachen. Eingangs brachte erstmals der neue Bürgermeister Markus Boucsein einen Haushaltsentwurf ein.

Poller für Füßgängerzone

Einstimmig ging es so dann zügig durch die Tagesordnung. Beschlossen wurden zwei Prüfanträge an den Magistrat. Auf Antrag der SPD-Fraktion soll der Verkehr in der Fußgängerzone reduziert werden. Timo Riedemann schlug vor, mit Pollern oder einer anderen technischen Lösung eine Zufahrt zur Fußgängerzone außerhalb der Zeiten von 7 bis 10 Uhr unmöglich zu machen.

Anwohner mit Ausnahmegenehmigung könnten außerhalb dieser Zeiten ihre Häuser über die Flämmergasse und die Rotenburger Straße anfahren. Dies gelte auch für den Lieferverkehr innerhalb der Lieferzeiten. Rettungsdienste und Polizei würden mit einer Fernbedienung zur Steuerung der versenkbaren Poller ausgestattet.

Ebenfalls um Verkehr ging es in einem Antrag der Grünen-Fraktion. Für Fußgänger soll die Situation an der Kreuzung Fritzlarer Straße/Kasseler Straße verbessert werden. Im Zuge der Umgestaltung der Kreuzung sollte erwogen werden, so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Hellen Bockskopf, ob die Unterführung nicht geschlossen werden könne. Stattdessen schlagen die Grünen vor, Fußgängerampeln zu bauen. Vor allem auch auf dem Stück zwischen Kreuzung und neuem Kreisel. Dort gebe es keine Möglichkeit, die St.-Georg-Straße sicher zu überqueren.

Von Damai D. Dewert

Quelle: HNA

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