Slalom, Gefahrbremsung und Parcours

Fritzlarer Schüler der Agrarwirtschaft beim Traktor-Fahrsicherheitstraining

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Keine Probleme mit den großen Gefährten: Ann-Christin Kahler aus Rosenthal-Roda (Waldeck-Frankenberg) und Andreas Kröschel aus Jesberg machten beim Fahrsicherheitstraining mit.

Homberg. Die Unterschiede zwischen Auto und Traktor sind auf den ersten Blick eindeutig: die Größe und die Masse. Doch was unterscheidet das Fahrverhalten eines 200 PS starken Schleppers von dem eines normalen Autos?

Die 31 Absolventen der Abteilung Agrarwirtschaft von der Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Schule in Fritzlar waren sich beim Fahrsicherheitstraining an der ehemaligen Homberger Kaserne einig: Vor allem sei es das wacklige Fahrverhalten ab einer Geschwindigkeit von 20 bis 25 km/h.

Neben Fahrübungen standen für die 27 Männer und vier Frauen Aufgaben zur Gefahrenbremsung sowie ein Slalomparcours auf dem Programm. Zudem lernten sie, Kippgefahren zu minimieren.

„Das Schlepper-Fahren bringt eine große Verantwortung mit sich. In diesem Kurs sollen die Fertigkeiten der Schüler aufgefrischt werden“, sagt Stefan Strube vom Regionalbauernverband Kurhessen in Homberg. Alle Schüler besitzen bereits den Schlepperführerschein, viele kennen die landwirtschaftliche Arbeit vom elterlichen Hof.

Doch nicht alle Schüler haben diesen Hintergrund. Gut die Hälfte von ihnen sind Quereinsteiger. Über Nachwuchsprobleme könne sich die Agrarbranche insgesamt nicht beklagen. Allein die Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Schule hat 100 Schüler in diesem Sektor. Sie kommen aus einem Gebiet von Bad Karlshafen bis Ziegenhain.

„Schlepper besitzen inzwischen sehr moderne Technik. Mit ihnen muss der Nachwuchs lang und viel arbeiten. Deshalb möchten wir diesen auch bestmöglich ausbilden“, sagt Volker Dippel von der Land- und Forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft.

Das Fahrtraining fand zum fünften Mal statt. Es wurde den 17 bis 26-Jährigen zum Abschluss der dreijährigen Fachoberschul-Ausbildung vom Regionalbauernverband und dem Maschinenring Schwalm-Eder angeboten. Nach der Ausbildung werden viele Schüler auf dem Hof ihrer Eltern arbeiten, andere möchten als Angestellte in einen Betrieb gehen. Auch die Chance der Weiterbildung besteht: entweder per Ausbildung zum Techniker oder Meister oder mit einem Agrarwissenschaftsstudium, beispielsweise in Kassel.

Quelle: HNA

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