Solarpark soll noch im September teilweise ans Netz gehen

Die Arbeit läuft auf Hochtouren: Obwohl noch nicht alle Photovoltaik-Module installiert sind, soll der Bürgersolarpark noch im September teilweise ans Netz gehen. Fotos: Kessler

Wolfhagen/Gasterfeld. Noch im September sollen die ersten Photovoltaik-Module des Bürgersolarparks zwischen Wolfhagen und Gasterfeld ans Netz gehen. „Wir planen die so genannte technische Inbetriebnahme noch vor Ablauf des Monats“, bestätigt Dieter Spangenberg von den Wolfhager Stadtwerken.

Bevor jedoch die gesamte Anlage ihren Betrieb aufnehme, werde es noch mindestens vier Wochen dauern, ergänzt er. „Die großen 20.000-Volt-Trafo-Stationen werden erst dann geliefert. In der dritten Oktoberwoche geht es aber richtig los.“

Den Fortschritt der Bauarbeiten am Solarpark kann man sich fast in Echtzeit im Internet auf der Seite der Stadtwerke, www.stadtwerke-wolfhagen.de, anschauen: Eine Webcam macht Bilder im 15-Minuten-Takt.

„Mit der Kamera wollen wir Identifikation schaffen“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Martin Rühl. „Wir haben rund 500 Leute in der Bürgerenergiegenossenschaft. Die können jetzt direkt beobachten, wie es voran geht.“ „Die Kamera hat einen Akku als Puffer“, erklärt Stadtwerke-Prokurist Alexander Rohrssen. „Sie hat eine Nachtsicht-Funktion. Auf diese Weise dient sie auch der Sicherheit - wer etwas stiehlt, wird aufgezeichnet“, ergänzt er.

„Wenn das mit der technischen Inbetriebnahme klappt, dann gilt auch noch die Einspeisevergütung nach dem Satz für September“, sagt Iris Degenhardt-Meister vom Vorstand der Bürgerenergiegenossenschaft Wolfhagen. Die Genossenschaft bietet den Bürgern die Möglichkeit, sich mit geringen Einlagen an den Stadtwerken und damit auch am Solarpark zu beteiligen.

„Die Genossenschaftsmitglieder nehmen teil an der Gewinnausschüttung der Stadtwerke allgemein. Und je besser der Solarpark läuft, desto höher wird das Jahresergebnis der Stadtwerke sein. Dementsprechend fällt auch die Dividende höher aus“, erläutert Degenhardt-Meister. Die Genossenschaftsanteile seien auch für Kleinanleger erschwinglich. „Die 500 Euro für den ersten Anteil können sogar in Raten abgezahlt werden. Wer Genossenschaftsmitglied werden will, der muss allerdings auch Energiekunde der Stadtwerke sein.“

Jedoch gehört nur die Hälfte des größten Solarparks in Hessen den Stadtwerken. Die Hälfte nordöstlich des Schienenwegs wird von der BLG Project GmbH betrieben. Beide Hälften sollen eine Leistung von jeweils fünf Megawatt erbringen. Zehn Megawatt insgesamt sind die gesetzliche Obergrenze.

Von Patrick Kessler

Quelle: HNA

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