Wo sollen die Kinder hin?

Grundschule am Kirschberg: Ärger um Ein- und Aussteigen der Schüler

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Sicheres Einsteigen: Sabine Tümmler zeigt die aktuelle Haltestelle der Grundschule am Kirschberg in Neuenbrunslar. Wegen der Haltestelle und geparkter Autos hatte es zuletzt Unstimmigkeiten im Ort gegeben.

Neuenbrunslar. Die Bushaltestelle an der Grundschule in Neuenbrunslar ist umstritten. Anwohner und einige Stadtverordnete würden sie gerne woanders sehen, aus Sicht der Schule und der Eltern ist sie perfekt, wo sie ist.

Wenn es nach der Felsberger FWG-Fraktion ginge, würde die Stadt benachbarte Grundstücke an der Straße Hopfengärten kaufen und dort einen Parkplatz bauen. Damit wäre nach Meinung vom FWG-Fraktionsvorsitzenden Werner Plass auch das Problem gelöst, dass sowohl auswärtige Lehrer als auch Erzieher der Kindertagesstätte in dem kleinen Wohngebiet parken.

„Wir wollen den Streit zwischen Anliegern und Schule beilegen“, sagt Plass. Keinesfalls wolle er Öl ins Feuer gießen. Den Freien Wählern sei überdies klar, dass ihr Vorschlag mit Kosten verbunden wäre. „Die Haushaltslage ist angespannt, aber die Erweiterung der Schule kommt ohnehin, dann können wir auch über eine Verlegung der Haltestelle diskutieren“, sagt Plass. Denn die Grundstücke für den neuen Parkplatz samt Haltestelle müssten noch gekauft werden - sie befinden sich in Privateigentum.

Der Antrag der FWG sei aber ohnehin nur ein Prüfantrag und als solcher auch zu verstehen: Dann wisse man wenigstens was möglich sei, so der Fraktionsvorsitzende. Seines Wissens unterstütze die Mehrheitsfraktion der SPD den Antrag.

Verlegung sei unnötig

Aus Sicht der Schule sei eine Verlegung unnötig, sagt Schulleiterin Birgit Gerber. Die Probleme seien bekannt: Die Straße sei in der Tat sehr eng, ein Anlieger komme regelmäßig von der Nachtschicht, wenn die Kinder an der Schule einträfen und immer wieder hätten in der Vergangenheit Eltern an der Schule geparkt. Diese seien aber schriftlich aufgefordert worden, woanders zu parken und das geschehe jetzt auch.

Situation entspannt

Es gebe jetzt für die Schule gemeinsame Anfangs- und Endzeiten. Täglich komme morgens ein Bus und am Mittag einer. An Montagen seien es zwei, einer um 13.15 und einer um 14 Uhr. Die Busse würden außerdem nicht, wie manche behaupten, zehn Minuten und länger vor der Schule stehen.

Die derzeitige Lösung sei gerade für die Kinder auch die sicherste, sagt Sabine Tümmler, Vorsitzende des Schulelternbeirats. Man werde sich aber auch nicht gegen eine Lösung mit neuer Haltestelle sperren, wenn dies für die Stadt finanzierbar wäre.

Die Sitzung der Felsberger Stadtverordneten beginnt am Donnerstag, 8. November, um 19.30 Uhr. Sie findet statt im Bürgersaal in Felsberg. Auf der Tagesordnung stehen außerdem auch noch ein Antrag der SPD-Fraktion zu einer Fristverlängerung für das Kanalbauprogramm, die Neuwahl einer Schiedsperson, die Beschaffung eines Radladers für den städtischen Bauhof und mehr. Die Sitzung ist öffentlich und Besucher willkommen.

Von Damai D. Dewert

Quelle: HNA

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