Zwölftes Worldmusic-Festival lockte am Wochenende 2500 Besucher nach Loshausen

Sommer, Sonne, Hippies

Ausgelassene Stimmung: Das zwölfte Worldmusic-Festival der Klangfreunde konnte kaum besser sein. Getanzt wurde einfach im Bikini. Die Jüngsten hatten ihren Spaß beim Kinderschminken und Jugendliche aus der Umgebung lauschten den Bands. Fotos: Schittelkopp

Willingshausen. Fast bis nach Zella zogen sich in diesem Jahr die Zelte, Wohnwagen und Schlafplätze der Festivalbesucher. Sommer, Sonne, gute Musik und Hippies: Was braucht ein Festivalgänger mehr, dachten sich wahrscheinlich auch die 2500 Gäste des zwölften Worldmusic-Festivals in Loshausen.

„Ich bin sehr zufrieden“, sagte Norbert Cromm vom veranstaltenden Verein Klangfreunde. Dazu hat er auch allen Grund: Die Stimmung während der drei Festivaltage war familiär, friedlich, ausgelassen und das Wetter war bombastisch.

15 Bands hatten die Veranstalter eingeladen. Sie deckten die ganze Breite der Weltmusik ab: Von der Gruppe Die Arbeitslosen Bauarbeiter aus Chemnitz, die Punkrock spielten, über die Samba-Formation Buyakano bis hin zur den ungarischen Musikern von Airtist, die das Publikum mit Beatboxing, Maultrommel und Didgeridoo in ihren Bann zogen.

Zwischen den Auftritten sorgte die Trommelschule Ersrode mit ihren Percussionseinlagen für Stimmung. Durchgeschwitze Klamotten und Schuhe flogen weg: Die Worldmusic-Festivalgänger tanzen barfuß und im Bikini. Während sich am Abend das tanzende Volk vor der Bühne sammelte, hatten die Besucher am Nachmittag jede Menge Platz zum Austoben und wildem Herumspringen.

Wem es in der prallen Sonne zu heiß wurde, der suchte die schnelle Abkühlung in der Schwalm. Auch die Gastwirte und Markttreibenden sprangen in den Fluss. Am Rande der Schwalm tummelten sich Alt-68er, Alternative aus ganz Deutschland, Jugendliche aus der Gegend, Kinder und Hunde gemeinsam bei hochsommerlichen Temperaturen.

Beim Bummeln entlang der Marktstände gab es selbstgemachten Schmuck, bunte Tücher, Instrumente, Naschereien und Dekorationsartikel zu entdecken. So mancher Besucher griff zu einer bunten Aladin-Hose.

Verrückte Geräusche

Für Kurzweil sorgten die verschiedenen Workshops: So zeigte Ines Rudolf den jüngsten Gästen, wie sie Blumen und andere Kleinigkeiten filzen können. Döme von der Band Airtist führte in die Technik des Beatboxens, wie man nur mit dem Mund die verrücktesten Geräusche machen kann, ein.

Autofahrer hatten ihre liebe Mühe, das Dorf zu passieren, auf und neben den Straßen schlenderten die Besucher – Loshausen wurde entschleunigt, Musik aus aller Welt erfüllte die Schwalm.

Von Claudia Schittelkopp

Quelle: HNA

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