Photovoltaik-Anlage für die Drei-Burgen-Schule

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Strom vom Dach: Für die Energiewende ziehen der Direktor und Schüler der Drei-Burgen-Schule in Felsberg, Vertreter des Kreises und der Stadt sowie Unternehmer der Solarenergie an einem Strang.

Felsberg. Den Strom, den man verbraucht, selbst erzeugen – diesem Ziel ist die Drei-Burgen-Schule in Felsberg einen Schritt näher gekommen. Eine Photovoltaik-Anlage wurde auf dem Dach des naturwissenschaftlichen Gebäudes installiert.

„Die fügt sich super in unser ökologisch orientiertes Konzept ein“, sagt Schulleiter Dr. Dieter Vaupel. Schon lange wird die Schule regelmäßig als Umweltschule ausgezeichnet. Eine schon vorhandene Photovoltaik-Anlage und die energetische Sanierung der Schulgebäude haben dazu beigetragen.

„Diese und weitere Mosaiksteinchen haben letztendlich dazu geführt, dass der Schwalm-Eder-Kreis die neue Anlage finanziert hat“, erklärt Landrat Frank-Martin Neupärtl. Rund 212.000 Euro sind dafür ausgegeben worden.

Pro Jahr soll die Anlage dann rein rechnerisch 50 Prozent von dem Strom erzeugen, den die Schule verbraucht. Zudem wirft die Anlage rund 20.000 Euro Vergütung pro Jahr ab. Ein Betrag, der vom Kreis wieder zweckgebunden eingesetzt werden soll.

„Dieses zukunftsorientierte Handeln im Sinne der Umwelt wollen wir auch unseren Schülern mitgeben“, sagt Vaupel. Aus diesem Grund gibt es in jeder Klasse einen Energiesprecher, der unter anderem dafür sorgt, dass die Lichter ausgemacht werden und nicht zuviel geheizt wird.

Grüne Spinnerei

Diese Art vom zukunftsorientierten Handeln wurde vor gut zehn Jahren noch als grüne Spinnerei abgetan: „Wir haben aber auf dieses Pferd gesetzt und sehen heute, dass es richtig war“, betont Neupärtl. Zu verdanken haben sie das vor allem Dirk Schnurr, dem Energiebeauftragten des Schwalm-Eder-Kreises. Dessen Engagement lobt auch Felsbergs Bürgermeister Volker Steinmetz. Die Hinwendung zu regenerativen Energien im Landkreis ist aber vor allem eine Gemeinschaftsleistung.

Im Schwalm-Eder-Kreis wird auf Photovoltaik-Anlagen gesetzt. Auf Dächern, die dem Kreis gehören, liegen insgesamt 22.000 Quadratmeter der Module. Damit wurden pro Jahr durchschnittlich 2,35 Millionen Kilowattstunden ins Stromnetz eingespeist. Das sind 60 Prozent des Stroms, den die Gebäude verbrauchen. Oder anders ausgedrückt: 670 Einfamilienhäuser hätten mit dem Strom versorgt werden können. (cow)

Quelle: HNA

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