Sommergetreide rettet Ernte im Schwalm-Eder-Kreis

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Ernte fiel besser aus als befürchtet: von links Adolf Lux, Vorstandsvorsitzender des Kreisbauernverbandes Schwalm-Eder, Friedhelm Schneider, Präsident des Hessischen Bauernverbandes, Betriebsleiter Bernd Brüne aus Melsungen und Ralf Desel, Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes Schwalm-Eder (Geschäftsstelle Hofgeismar).

Schwalm-Eder. Die Landwirte im Schwalm-Eder-Kreis, die Getreide anbauen, sind mit einem blauen Auge davongekommen. So fasste der Präsident des Hessischen Bauernverbandes, Friedhelm Schneider, das Ergebnis der Getreideernte zusammen.

Mit einem blauen Auge deshalb, weil nahezu alle Landwirte einen Teil, mitunter sogar einen Großteil der Flächen im Frühjahr hatten neu einsäen müssen. Die im Februar und März durch Frost, Wind und Trockenheit entstandenen Schäden bei Wintergerste und Winterweizen hatten eine Neueinsaat erforderlich gemacht (wir berichteten).

Da Sommerweizen und Sommergerste aber im Allgemeinen ein Drittel weniger Ertrag bringen als im Herbst gesätes Getreide, war die Sorge der Landwirte berechtigt. Doch wider Erwarten haben die beiden Sommergetreidesorten dank optimaler Bedingungen eine Super-Ernte erbracht. Der Ertrag pro Hektar Sommerweizen liegt über dem mehrjährigen Durchschnitt. Bei Winterweizen liegt er darunter. Das gleiche Bild zeigt sich bei Sommer- und Wintergerste.

Insgesamt ergibt sich laut Friedhelm Schneider, Präsident des Hessischen Bauernverbandes ein Ernte, die unter dem Durchschnitt liegt. Der größte Teil der Winterweizen-Ernte werde in die Futtermittelindustrie gehen, der geringere in die Backwaren-Herstellung.

Beim Erntegespräch in Melsungen – Gastgeber war Landwirt Bernd Brüne – sagte Hessens Bauernpräsident: Die Preise seien für die Ackerbauern zufriedenstellend, was auch auf die Trockenheit in den USA, in Russland und Südeuropa und dem damit verbundenen Ernteausfällen liege.

Das allerdings gelte nur für die reinen Ackerbaubetriebe, nicht für die Viehhalter.

Quelle: HNA

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