Rebensaft am Fuße der Ruine

Sommerwetter lockte  Menschen zum Weindorf nach Treysa

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Treysa. Das Weindorf an der Totenkirche ist einer der sommerlichen Höhepunkt in Treysa.

Am Wochenende öffnete das Fest rund um den Rebensaft aus dem Rheingau zum 21. Mal seine Pforten für die Besucher. In historischer Kulisse genossen die Gäste edle Tropfen, Live-Musik und Leckereien.

Bereits am Donnerstagabend füllte sich das Gelände mit vielen Menschen, die die Gelegenheit nutzten, nach der Arbeit gemütlich bei einem Gläschen Wein zusammen zu sitzen. Die Ottertaler luden zum Mitschunkeln ein. „Die Afterwork-Party hat sich gut etabliert“, sagte Jochen Böttger von der Stadt Schwalmstadt. Ausgeschenkt wurden die edlen Tropfen von den Winzern Jürgen Schmitt, Werner Gerhard, Thomas Engelmann und Franz Eger. Dass die Rheingauer und die Schwälmer seit 1995 zusammen gewachsen sind, ist jedes Jahr aufs Neue zu sehen: Tatkräftig wurden die Winzer von manch Einheimischem unterstützt - etwa von Alexandra Ries, Teil des Hessentagspärchens, ihrer Tochter Katharina und Lea Hassenpflug.

In der 21. Auflage war man mit dem sommerlichen Budenzauber wieder einmal hinter die Totenkirche gezogen. Die Ruine im Rücken, dazu noch imposant beleuchtet - das gefiel den Gästen. Auch konnten sie nicht nur am Fuße sitzen, sondern auch - quasi terrassenähnlich - auf den höher gelegenen Flächen verweilen. Und die Schwälmer wussten zu genießen: Bereits gegen 21 Uhr war es zum Teil so proppevoll, dass es zwischen den Tischen und Bänken kaum ein Durchkommen gab.

Beate Stähling, Cordula Weinhardt und Claudia Belz suchten sich da lieber ein etwas ruhigeres Plätzchen an einem der Weinstände. Denn bei herrlichem Sommerwetter flanierten die Besucher in Scharen über das Gelände, um Freunde zu treffen und fröhlich zu plaudern. Bei Flammkuchen und Käsewürfeln schmeckten Riesling, Weinschorle und so mancher Rotwein - wenngleich im Sommer gut gekühlter Weißwein der Renner an den Tresen war. Dazu gab es handgemachte Musik von der Band „Backtrip“, überwiegend aus den 1980er-Jahren.

Treysa: Weindorf an der Totenkirche

Seinen Ausklang fand das Weindorf am Sonntag mit einem großen Gottesdienst zum 750. Geburtstag der Totenkirche: Gestaltet von Pfarrer Dieter Schindelmann, der Kirchenband, den beiden Chören „Friends Gospel“ und den „Happy Willingshausen Singers“.

Quelle: HNA

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