180 Jugendliche trafen zu sich Workshops anlässlich des Lutherjahrs in der Wolfhager Stadtkirche St. Anna

Sorgen ins Feuer geworfen

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Hell und warm: Das „Entlastungsfeuer“ vor der Kirche war der beliebteste Workshop der Jugendlichen. Dort hatten sie die Möglichkeit, ihre auf Zetteln formulierten Sorgen ins Feuer zu werfen.  

Wolfhagen. Dekan Dr. Gernot Gerlach strahlte über das ganze Gesicht. Sein Wunsch nach einer lebendigen Kirche wurde während der Churchnight zum Reformationstag in der St.-Anna-Kirche in Wolfhagen auf alle Fälle erfüllt.

Etwa 180 Jugendliche aus Wolfhagen und den Nachbargemeinden waren in die Stadtkirche gekommen, um zumindest an diesem Abend zu einem „Teil des Ganzen“ zu werden, wie das diesjährige Motto heißt.

Die Churchnight, eine Veranstaltung der evangelischen Jugend und der evangelischen Gemeinde des Kirchenkreises Wolfhagen, findet einmal im Jahr zum Reformationstag statt.

Es wurde still in der Kirche, als während des Friedensgebets Jugendliche Texte von jungen Flüchtlingen und deren schrecklichen Erlebnissen in der Heimat und auf der Flucht vorlasen.

Unterschiede tolerieren

Der Mensch als ein Puzzlestück, der wichtig sei für das gesamte Bild, also ein Teil des Ganzen sei, wurde in verschiedenen Dialogen dargestellt. Kreisjugendreferent Torsten Fiege forderte die Jugendlichen auf, „Unterschiede und Gemeinsamkeiten bei den Mitmenschen zu entdecken und zu tolerieren“.

Elf spannende Workshops warteten auf die Jugendlichen im Kirchenraum, in der Marienkapelle, im Dekanat und draußen vor dem Kirchentor. Beim Fuß-Billard ging es um Geschicklichkeit, bei den Puzzle-Teilen um Kreativität, bei den Wimmel-Bildern und Kappla-Steinen um Geduld und beim Musik-Workshop um die Freude am Singen.

Technik und Stimme

Luis, Jendrik und Luca aus Wolfhagen begeisterten mit mehrstimmigen Gesang im Musik-Workshop. Sie waren selber überrascht, was sie mithilfe der Technik mit ihren Stimmen alles machen konnten. „Die Churchnight ist voll cool“, war ihre einhellige Meinung.

Draußen vor der Kirche inmitten von Sitzbänken brannte ein Entlastungs-Feuer. Dorthinein konnten die jungen Leute Zettel mitsamt ihren Sorgen hineinwerfen und damit hoffentlich vernichten.

Sogar einen Raum des Schweigens gab es, wo man sich zur Ruhe und Besinnung zurückziehen konnte. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der neu gegründeten Teamer-Band.

Nach der Abschlussandacht wurden die Ergebnisse einiger Workshops vorgeführt. Das Vater-Unser-Gebet und der Segen durch Pfarrerin Katharina Uffholz beendeten einen Abend voller Denkanstöße, Interaktionen und Kommunikation.

Quelle: HNA

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