Auf die Sorte kommt es an: Mehr als 1000 Besucher beim Feldtag

Gudensberg. Der Chattengau ist offenbar ein fruchtbarer Boden für die Landwirtschaft. Bereits zum 13. Mal fand am Stadtrand in Richtung Deute der Feldtag statt.

Zielgruppe sind die Landwirte der Region, sagte Heinz Dippel, Prokurist von der Raiffeisen-Warenzentrale und Leiter der Sparte Agrar.

Die Veranstaltung von Raiffeisen und dem Pharmaunternehmen BASF habe einen hohen Stellenwert bei den Landwirten, betonte er. Zum Teil mit eigenem Pkw, aber auch mit Bussen reisten über 1000 Besucher an. Sie kamen aus Hessen, Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.

Im Zentrum des Besucherinteresses standen Raps, Weizen und Gerste in den jeweiligen Parzellen. Für die meisten Landwirte gab es Informationen über den Anbau von Getreide, dazu wurden die Anbauversuche mit Düngemitteln und Pflanzenschutz vorgestellt und erläutert.

Die Felder am Stadtrand waren in Versuchparzellen eingeteilt und mit entsprechenden Produkten behandelt worden. Dabei wird darauf geachtet, wie Heinz Dippel sagte, wie sich die Pflanze präsentiert und wie die Pflanzendichte ist. Auch kommt es auf die Kornausbildung beim Getreide sowie auf Qualität und Ertrag an.

Fachberater von Raiffeisen und BASF führten die Gruppen durch die Parzellen, stellten die jeweiligen Anwendungen vor und standen vor allem für Fragen zur Verfügung.

Wichtig für die Landwirte sei, so Heinz Dippel, dass sie auch Empfehlungen für den Anbau bekommen konnten, angefangen von der Sortenempfehlung bis hin zu Dünge- und Pflanzenschutzempfehlungen.

Nach der Ernte im Sommer werden die gesamten Daten ausgewertet. Die Ergebnisse werden von Raiffeisen auf deren Homepage gelistet.

Große Trockenheit

Die zu geringen Niederschlagsmengen in den vergangenen Wochen machten sich auch in der Landwirtschaft bemerkbar, wie Heinz Dippel sagte. Bis Ende April sei es noch gut gewesen, doch ab Mai fiel zu wenig Niederschlag. Ein Zeichen dafür sei die Gerste, die sich im Bereich der Grannen verfärbt.

Daher sei auch mit Ertragseinbußen zu rechnen. Eine Rolle dabei spiele auch die Regionalität. Je nach Bodenbeschaffenheit könne es besser, aber auch schlechter sein.

Trockenheit sei auch ein Garant dafür, so Dippel, dass beim Getreide Schäden durch Insekten und Pilzerkrankungen auftreten würden. Es sei dann ein gezielter und dosierter Einsatz von Spritzmitteln erforderlich. Auch darüber wurde informiert.

Am Rande der Parzellen waren Informationsstände von Saatzüchtern und Düngemittelherstellern aufgebaut, dazu wurde landwirtschaftliche Technik vom Raiffeisen-Standort Gudensberg ausgestellt, vom Düngerstreuer über Spritztechnik bis hin zum modernen Schlepper.

Fliegende Technik war ebenfalls im Einsatz. Um einen Überblick über die Versuchsfelder mit den vielen Besuchern zu bekommen, hatten die Veranstalter eine Drohne aufsteigen lassen, die den Feldtag aus der Vogelperspektive dokumentierte.

Von Peter Zerhau

Quelle: HNA

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