Einstimmiger Beschluss: Ehemalige Schule wird umgebaut

Sozialzentrum kommt

Oberaula. Als „wegweisenden Beschluss“ bezeichnete Bürgermeister Klaus Wagner am Montagabend in der Gemeindevertretersitzung im Dorfgemeinschaftshaus Olberode die einstimmige Entscheidung der Parlamentarier, die ehemalige Grundschule in ein Sozialzentrum umzubauen.

Seit 2009 steht die Schule leer und befindet sich nach der Rückübertragung durch den Kreis seit Frühjahr 2011 wieder im Besitz der Gemeinde. Nachdem die Suche nach einem geeigneten Investor keine befriedigenden Ergebnisse brachte, will nun die Kommune die Sache selbst in die Hand nehmen. Eine großzügige Arztpraxis, eine Physiotherapiepraxis, achte seniorengerechte und barrierefreie Appartements für betreutes Wohnen und eine Mehrgenerationenbegegnungsstätte sollen in dem Gebäude entstehen.

Vorverträge abgeschlossen

Mit vier möglichen Nutzern sind bereits Vorverträge geschlossen worden, und die werden bei den bisher vom Büro Thomas Schäfer ehrenamtlich erstellten Umbauplänen mit einbezogen. Aber erst wenn die Mietverträge endgültig sind, soll mit dem Ausbau begonnen werden.

Details sind noch fraglich

Mit rund 850 000 Euro werden die Kosten kalkuliert, plus-minus 50 Tausend, weil noch nicht alle Details geklärt sind. Dabei soll kein Prunkbau entstehen, sondern ein funktionaler Zweckbau und die vorhandene Substanz so weit wie möglich genutzt werden. Der Anspruch an die Barrierefreiheit erfordert allerdings einen gewissen Aufwand. 150 000 Euro Fördergelder sollen aus dem Leader-Programm des Zweckverbandes Knüllgebiet kommen, der gleiche Betrag noch einmal aus dem hessischen Sozialministerium.

Finanzieren mit Darlehen

Bei den derzeit niedrigen Zinsen und den zu erwarteten Einnahmen, sieht sich die Kommune in der Lage und bereit, die verbleibenden 500 000 Euro mit Darlehen durch die KfW und WI-Bank abzudecken.

Möglicherweise beteiligt sich auch noch die Anette-Hellwig-Stiftung an dem Projekt. Wenn alles so kommt, wie geplant, könnte das Haus zu Beginn des Jahres 2014 in Betrieb gehen.

Quelle: HNA

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