Schwimmbäder blieben bis in den September offen

Spätsommer rettete Freibadsaison im Melsunger Altkreis: Hitze lockte Besucher an

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Badespaß an allen Orten, von links oben im Uhrzeigersinn: Auf unserem Archivfoto aus dem Jahr 2014 ist Kurt Schade im Melsunger Freibad zu sehen. 

Melsungen. Alle Schwimmbäder im Melsunger Altkreis hatten noch bis in den September geöffnet. Grund dafür waren die vielen heißen Tage. So sehen die Bilanzen der Freibäder aus:

Felsberg

26 000 Besucher hatte das Ernst-Schaake-Bad in Felsberg dieses Jahr. „Damit lagen wir ganz gut im Schnitt“, berichtet Holger Bernhardt, Betriebsleiter des Freibades. In 2015 waren es 28 300 Besucher. Die Saison habe schlecht begonnen, deshalb konnte man das Ergebnis des letzten Jahres nicht mehr erreichen, so Bernhardt.

Das Bad hatte bis Donnerstag, 15. September, geöffnet. „Eine Verlängerung der Saison haben wir uns vorbehalten“, berichtet Paul Wieder, Fachbereichsleiter des Bauamtes Felsberg. Aufgrund der Wettervorhersage habe man sich dann aber dafür entschieden, das Freibad ab dem 15. September wie geplant zu schließen.

Melsungen

Die Besucherzahlen des Melsunger Freibades sind im Vergleich zum vergangenen Jahr ähnlich: 48 000 Menschen haben dieses Jahr das Freibad genutzt, 2015 waren es 49 000. „Mit dem Ergebnis sind wir ganz zufrieden“, sagt Martin Dohmann, Leiter des Bauamtes Melsungen. Das Freibad war bis Sonntag, 18. September, für die Badegäste offen. „Wir haben generell bis zum dritten Septemberwochenende geöffnet“, erzählt Holger Bachmann, leitender Schwimmmeister. Nach der Schließung des Freibades brauche man knapp eine Woche, um das Wasser vom Freibad in das Hallenbad zu pumpen. „Das spart Wasser und Energie“, so Dohmann. Ab Freitag, 23. September, sei das Hallenbad in Melsungen wieder für Besucher offen.

Guxhagen

Das Freibad „Unter den Eichen“ hätte eigentlich schon am Sonntag, 11. September, geschlossen werden sollen. „Wir haben die Badesaison aber aufgrund des guten Wetters bis zum Donnerstag, 15. September, verlängert“, berichtet Schwimmmeister Ulrich Brandenstein. Knapp 40 000 Besucher sind laut Brandenstein dieses Jahr im Schwimmbad gewesen. „Damit kommen wir fast an die Zahl vom letzten Jahr dran“, sagt er.

Auch dort sorgten die heißen Tage in den vergangenen Wochen für einen Besucheransturm: Die Verlängerung brachte noch einmal rund 1000 Besucher am Tag.

Spangenberg

19 500 Besucher waren bis zum Saisonende im Spangenberger Freibad. Da das Bad letztes Jahr noch einen anderen Betreiber hatte, seien keine Vergleichszahlen verfügbar. Seit dem 1. März dieses Jahres wird das Spangenberger Freibad privat betrieben, unterstützt durch den Förderverein Pro Aqua.

Claudia Schenk, Vorsitzende des Fördervereins, berichtet, dass das Ende der Badesaison vom Sonntag, 4. September, auf den 11. September verschoben wurde. „An sich wäre es nicht schlecht gewesen, noch einmal drei oder vier Tage dranzuhängen“, sagt sie.

Da die Schwimmaufsicht überwiegend von Freiwilligen der DLRG übernommen wird, sei eine weitere Verlängerung der Badesaison dieses Jahr nicht möglich gewesen. „Nächstes Jahr wollen wir versuchen, noch flexibler auf das Wetter zu reagieren“, so Schenk.

Das Hallenbad PreMedical-Active Resort in Spangenberg hat normalerweise nur im August geschlossen. „Aufgrund von technischen Schwierigkeiten ist das Schwimmbad zur Zeit immer noch nicht offen“, berichtet Josefine Lustig, Trainerin des Sportbereichs. Die Lieferung von Ersatzteilen verzögere sich, weshalb man noch keinen Termin der Wiedereröffnung nennen könne.

Beiseförth

Laut Reinhold Garde, der mit seiner Frau das Schwimmbadcafé am Naturbadesee in Beiseförth betreibt, sind dieses Jahr weniger Besucher zum See gekommen als im vergangenen Jahr. Genaue Zahlen gebe es allerdings nicht.

Der See kostet keinen Eintritt, weil es keine Aufsicht gibt - hier badet jeder auf eigene Gefahr. Die offizielle Badefreigabe endete am Dienstag, 6. September. „Die EU schreibt eine Badefreigabe für Naturseen vor“, berichtet Reinhold Garde. Letztendlich ist der See aber das ganze Jahr auf eigene Gefahr zugänglich. Deshalb gibt es auch keine Angaben zu Besucherzahlen.

„Die letzten vier Wochen war das Wetter schön, da waren auch nochmal einige Leute im Wasser“, sagt Garde.

Quelle: HNA

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