Spangenberg bietet Probewohnen an

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Auch das inzwischen sanierte Schloss gehörte zum Besuchsprogramm: Dort stellten sich von links Sabine Wunderlich, Ute Bachmann und Susanne Möllmann im Mauergraben für ein Foto zusammen.

Spangenberg. Das Forum für gemeinschaftliches Wohnen mit Sitz in Hannover hatte für das vergangene Wochenende zu Aktionen aufgerufen. Bundesweit vorgestellt werden sollten gemeinschaftliche Wohnformen.

Der Verein Spangensteine machte mit und bot gleich ein Probewohnen in der Liebenbachstadt an.

Denn, so erläuterte Sabine Wunderlich vom Verein Spangensteine die Teilnahme bei der Aktion: Die Spangenberger wohnen ja alle längst gemeinschaftlich und haben neben einem reichen Vereinsleben sehr gute soziale Strukturen.

Einzige Teilnehmerin

Auf die bauliche Wohnform kam es Ute Bachmann aus Bad Karlshafen denn auch nicht an. Die 51-Jährige hatte das Angebot zum Probewohnen im Internet auf den Seiten des Forums gemeinschaftliche Wohnformen entdeckt und sich gleich angemeldet. Sie war die Einzige am Wochenende, die sich vom Verein Spangensteine und Ehrenamtlichen die Stadt zeigen ließ.

Schlafen im Bauwagen

Als Unterkunft hatte sich die 51-Jährige einen Bauwagen auf dem Himmelsfels ausgesucht. „Ich bin ein Gerne-draußen-Mensch“, begründete sie die Wahl.

Zusammen mit ihrem Mann ist Ute Bachmann offen für ein neues Zuhause. In Bad Karlshafen hat das Paar zwar alles vom Hausgarten bis zur eigenen Immobilie vom Großvater - das soziale Miteinander an ihrem Wohnort sei aber begrenzt und viele Chancen ließen die Einwohner ungenutzt, erklärt die 51-Jährige.

In der Liebenbachstadt ist das anders, versuchten die Spangenberger ihrem Gast zu zeigen. Vom Frühstück in der Katharinenstube über einen Konzertbesuch in der Stadtkirche St. Johannes bis zu einer Rundfahrt auf die Dörfer im Landetal reichte das Programm. Das war „super“, sagte Ute Bachmann am Samstag, sie fühle sich herzlich aufgenommen und habe eine Fülle von Eindrücken erhalten. Ob sie tatsächlich Wahl-Spangenbergerin werde, stehe natürlich nicht fest. Vorstellbar sei es aber, zumal eine Tochter und die Enkel in Kassel lebten.

Mehr in der gedruckten Ausgabe.

Von Lorenz Grugel

Quelle: HNA

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