Vor einem Jahr lehnte Stadt eine Kooperation mit neu gegründeter AG ab

Spangenberg Parlament beschließt Beitritt in Touristische Arbeitsgemeinschaft ab Januar 2017

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Touristische Besonderheiten in Spangenberg: Der Kunstwanderweg Ars Natura (kleines Foto oben), das Schloss und viel Fachwerk in der Altstadt – damit kann Spangenberg punkten. 

Spangenberg. Die Stadt Spangenberg wird einer Touristen Arbeitsgemeinschaft (TAG) in der Region Mittleres Fuldatal nun doch beitreten. Das hat das Parlament mehrheitlich - bei einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen - in seiner jüngsten Sitzung beschlossen.

Damit will sich die Stadt nun doch gemeinsam mit anderen Kommunen touristisch vermarkten. Noch vor einem Jahr hatte das Stadtparlament einen Beitritt mehrheitlich abgelehnt. Der Grund: Das Konzept einer TAG Melsunger Land war den Spangenbergern zu sehr auf Melsungen konzentriert.

Nun ist also die Mitgliedschaft zum 1. Januar 2017 in einer neu zu gründenden TAG beschlossen. „Eine gemeinsame Vermarktung ist absolut alternativlos“, sagte Bürgermeister Peter Tigges (CDU) während der Sitzung am Donnerstagabend. Er betonte aber: „Veranstaltungen wie Adventsmarkt oder Burgsitzmarkt werden wir weiterhin selbst planen, und sie werden in der TAG gemeinsam vermarktet.“

Die TAG sei ein weiteres Beispiel interkommunaler Zusammenarbeit. Zugleich könne man gemeinsam besser an Fördermöglichkeiten kommen. „So können wir aktiv mitwirken anstatt uns zu verschließen.“

Laut Söhnke Salzmann (FDP) könnten die Kosten der Mitgliedschaft eine unnötige Geldausgabe sein, wenn es kein Interesse etwa von Gästebetten-Anbietern in der Stadt gebe. Schließlich nutzten einige Buchungsportale im Internet.

Touristische Besonderheiten in Spangenberg: Der Kunstwanderweg Ars Natura (kleines Foto oben), das Schloss und viel Fachwerk in der Altstadt – damit kann Spangenberg punkten. 

Die Kosten ermitteln sich aus dem Jahresbeitrag von 1000 Euro plus einer Umlage, die sich aus Einwohner- und Bettenzahl berechnet. „Das Geld sollte man dann lieber zur Haushaltssanierung verwenden.“ Zudem kritisierte er die im Konzept für eine TAG angegebene Bettenzahl für Spangenberg: Die Zahl 100 sei zu hoch gegriffen.

„Nur in Kooperation können wir Tourismus entwickeln“, sagte Detlev Wischniowski (SPD) und führte Schloss, Natur, Fachwerk und den Ars Natura als Beispiele an. „Wenn wir uns ins Abseits stellen, hilft uns das nichts.“

Jochen Ellrich (CDU) argumentierte, dass die Stadt keine Touristen anlocken könne, ohne Geld in die Stadt-Werbung zu stecken. Was sei eine Investition von 5000 Euro „im Vergleich zu den 24 Millionen Euro, die wir in die Kanäle stecken mussten."

Quelle: HNA

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