Konzept für schnellen Internetzugang beschlossen

Spangenberg will komplett ans Netz

Spangenberg. Innerhalb der nächsten fünf Jahre sollen alle Spangenberger Zugang zum schnellen Internet haben: Das will das Regionalmanagement Nordhessen mit dem Ausbau der Breitbandversorgung auf Glasfaserbasis erreichen. Das Spangenberger Parlament stimmte dem Projekt in seiner jüngsten Sitzung vorgestern zu und sicherte zugleich materielle, ideelle und personelle Unterstützung zu, damit es realisiert werden kann.

In vielen Stadtteilen wie dem östlichen Pfieffetal gebe es keine oder nur eine schlechte Anbindung, sagte Bürgermeister Peter Tigges im Gespräch mit unserer Zeitung. Deshalb begrüße die Liebenbachstadt auch die Idee, ein einheitliches Konzept für die gesamte nordhessische Region zu entwickeln.

Die Landkreise Schwalm-Eder, Hersfeld-Rotenburg, Waldeck-Frankenberg und Werra-Meißner sowie die Stadt Kassel hatten eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Deren Ergebnis: Eine flächendeckende Versorgung mit einem leistungsfähigen Breitbandsystem sei innerhalb der kommenden fünf Jahren für alle betroffenenen 115 Städte und Gemeinden in Nordhessen umsetzbar. Dann soll allen Haushalten in der Region eine Übertragungsrate von mindestens 25 Megabit pro Sekunde zur Verfügung stehen.

Zurzeit aber können noch längst nicht alle Wirtschaftsunternehmen und private Internetnutzer auf einen schnellen Zugang zurückgreifen. Gerade im Schwalm-Eder-Kreis seien viele Orte nahezu abgeschnitten vom weltweiten Informationsnetz, heißt es in den Informationsunterlagen für die Stadtverordnetenversamlung.

Für Bürgermeister Peter Tigges aber ist das eine unhaltbare Situation: „Es kann nicht sein, dass unsere Dörfer beim Thema Internet in die Röhre gucken.“ Ein schneller Internetzugang sei nicht nur ein wichtiger Standortfaktor für die Wirtschaft, sondern auch entscheidend dafür, ob Dörfer ohne Anschluss ans weltweite Netz als Wohnort noch für junge Leute interessant seien.

Mit der parlamentarischen Zustimmung hat die Stadt Spangenberg nun den Kreis beauftragt, alle notwendigen Schritte einzuleiten, um die Breitband-Hochgeschwindigkeitsversorgung umsetzen.

Die Kosten dafür übernimmt der Schwalm-Eder-Kreis. Grund dafür ist, dass es ohne die Initiative der Landkreise auch künftig eine Verbesserung der Situation in den ländlichen Gebieten geben werde. (bra)

Quelle: HNA

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