Spangenberger Jahnstraße ab 7. Juli gesperrt: Lkw müssen Umleitung nehmen

+
Geduldsprobe: Der Kanalbau zerrt an den Nerven der Spangenberger. Doch es kommt noch schlimmer. Ab 7. Juli wird die Jahnstraße für sieben Wochen voll gesperrt. Für viele Gewerbebetriebe bedeutet das eine logistische Herausforderung: Die Umleitung für Laster erfolgt über Waldkappel.

Spangenberg. Das wird eine Herausforderung für die Spangenberger: Die Jahnstraße muss von Montag, 7. Juli, bis Freitag, 15. August, tagsüber voll gesperrt werden. Grund dafür sind die Ausmaße des Stauraumkanals, der dort entstehen soll.

Der wird so tief ins Erdreich versenkt, dass die Baugrube für eine einseitige Verkehrsführung zu tief wird. Die Baggerführer benötigen die komplette Straßenbreite zum Arbeiten und Rangieren.

Die wirklich schlechte Nachricht kommt aber noch: Die Umleitung ist im Wortsinne weiträumig. Sie muss über Hessisch-Lichtenau und Waldkappel erfolgen. So mancher Lasterfahrer wird erst in Spangenberg merken, dass diese alternative Streckenführung einen Umweg von 40 Kilometern bedeutet. Doch bei allem Wehklagen: Es gibt zurzeit keinen kürzeren Weg. Denn wie es das Unglück will, ist auch die vorgesehene Ausweichstrecke über Wickersrode dicht. Denn das wäre eigentlich die kürzeste Verbindung gewesen - wenn der Kanalbau im Stadtteil von Hessisch-Lichtenau im Mai pünktlich fertig gewesen wäre. Aber der hat sich deutlich verzögert - und damit ist Wickersrode genauso dicht, wie es auch die Jahnstraße bald sein wird. Selbst die zweite Alternative ist hinfällig: Lasterfahrer können auch nicht über Vockerode ausweichen, da die dortige Brücke nicht für den Schwerlastverkehr ausgelegt ist. Sie trägt höchstens 16 Tonnen. Deshalb werden viele Lkw-Fahrer, die eigentlich nur Firmen am Spangenberger Bahnhof ansteuern wollten, tatsächlich den Weg über Waldkappel nehmen müssen. "Das ist alles andere als eine tolle Lösung", sagt Ordnungsamtsleiterin Andrea Holl. "Aber es ist die einzige, die wir haben."

Die Stadt sei erst während der Bauphase mit diesem Problem konfrontiert worden. Deshalb sei es notwendig, den Schwerlastverkehr vom 7. Juli bis 15. August frühzeitig und damit vorm Spangenberger Stadtgebets abzufangen, sagt Bürgermeister Peter Tigges.

Es gibt aber auch eine gute Nachricht: Die Sperrung gilt nur tagsüber. Sie wird nach Feierabend - also ab 17 Uhr - bis morgens um 7 Uhr aufgehoben. Dann sollen die Arbeiten ihr Material so zusammen räumen, dass der Verkehr das Nadelöhr passieren kann. "Das ist wenigstens ein kleiner Lichtblick", sagt Peter Tigges.

Die Umleitung gilt übrigens in erster Linie für den Schwerverkehr: Die einheimischen Autofahrer, da ist er sicher, werden ihren Weg finden. (bra)

Quelle: HNA

Kommentare