Spangenberger stellen Fotos der 1950er- und 1960er-Jahre aus

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Peter Slaby

Spangenberg. Über 20 Fotografien aus den 50er und 60er Jahren sollen ab Dienstag, 1. Mai, in einigen Fenstern der Spangenberger Innenstadt hängen. „Mit den Fotos können alte Zeiten wieder entdeckt werden“, sagt Peter Slaby.

Für das Projekt „Menschen im Fenster“ hat der Spangenberger Lehrer zusammen mit seiner Frau Margit Slaby zahlreiche Fotos aus den längst vergangenen Jahrzehnten gesammelt. „Uns ist eine Menge Bildmaterial in die Hände gekommen“, sagt Slaby.

Das meiste davon seien situative Fotos: Die letzte Fahrt des Schienenbus von Spangenberg nach Malsfeld, Eine Theateraufführung von Kuno und Else oder eine Aufnahme von einem städtischen Bauern beim Einfahren von Heu. Die historischen Aufnahmen werden von Mai bis zum Tag der Deutschen Einheit im Oktober in der Rathausstraße, Klosterstraße und Neustadt in Spangenberg ausgestellt sein. Träger des Projekts ist das Kulturforum Spangenberg.

Die Idee für die etwas andere Art der Ausstellung der schwarz-weiß Fotografien entstand bei einem Projekt an der Spangenberger Burgsitzschule. Gemeinsam mit Schülern gestaltete Slaby dort eine Internetseite mit Bildern und Zeitungsartikeln zur Geschichte der Liebenbachstadt von den 50ern bis in die späten 90er Jahre.

Das Sammeln der Aufnahmen für sein neues Projekt war ein Selbstläufer. Schnell hat sich in Spangenberg herum gesprochen, dass Slaby Fotografien aus den 50er und 60er Jahren sucht. „Ich hab da auch noch ein paar Fotos“, dachten sich zahlreiche Spangenberger und kramten alte Aufnahmen aus ihren Fotoalben. So kamen über 70 Fotos aus der Liebenbachstadt zusammen.

Von der Ausstellung einiger Fotografien erhofft sich der gebürtige Westfale – der seit 1978 in Spangenberg lebt – auch Auswärtige neugierig zu machen und nach Spangenberg zu locken. Außerdem soll an die Vergangenheit Spangenbergs erinnert werden. „Menschen sollen vor den Bildern ins Gespräch kommen“, wünscht sich Slaby.

Bis die gesammelten Fotos ihre Betrachter zu einem Schwätzchen anregen, müssen sie zunächst per digitalem Direktdruck auf Hartschaumplatten übertragen werden. Die Platten werden dann in die Fensterrahmen geklemmt und mit Infotafeln versehen. Für die ausgestellten Fotografien werden noch Bildpaten gesucht.

Quelle: HNA

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