Spangenberger Wehren haben neuen Chef

Führungsmannschaft der Wehr: von links stellvertretender Stadtbrandinspektor Klaus Stöbel, Stadtbrandinspektor Stefan Salzmann, der bisherige Stadtbrandinspektor Uwe Bauer, sein bisheriger Stellvertreter Matthias Köbberling und Bürgermeister Peter Tigges. Fotos: Wenderoth

Spangenberg/Herlefeld. Stefan Salzmann heißt der neue Stadtbrandinspektor von Spangenberg.

Er erhielt während der Versammlung der Wehren 91 Prozent der Stimmen. Mit großer Mehrheit wurde auch sein Stellvertreter Klaus Stöbel gewählt.

Mit dem 41-jährigen Salzmann erfolgte ein Generationenwechsel bei den Einsatzabteilungen der Liebenbachstadt. Er löst Uwe Bauer ab, der aus Altersgründen nicht mehr kandidieren konnte. Bauer hat 20 Jahre lange die Geschicke der Wehren geleitet. Seit seinem elften Lebensjahr ist er in der Feuerwehr aktiv, erst als Jugendfeuerwehrmann, dann viele Jahre lang als Wehrführer und seit 30 Jahren erst als Stellvertreter und 20 Jahre lang als Stadtbrandinspektor. Für seine Verdienste um den Brandschutz in Spangenberg wurde Uwe Bauer mit zahlreichen Ehrungen bedacht. Vom Bezirksverband erhielt er die Floriansmedaille in Silber am Bande und die Stadt ernannten ihn zum Ehren-Stadtbrandinspektor. Die Aktiven der 13 Einsatzabteilungen überreichten Bauer und seinem ebenfalls scheidenden Stellvertreter Matthias Köbberling einen Präsentkorb.

Ausrücken zu 39 Einsätzen 

Gruppenbild in Uniform: Beförderte und Geehrte der Spangenberger Wehren mit den Ehrengästen der Hauptversammlung.

In seinem letzten Rechenschaftsbericht sprach Bauer davon, dass die Spangenberger Feuerwehren 39 Mal ausrückten. Darunter zu zwölf Bränden, 20 technischen Hilfeleistungen, drei Fehlalarmen und vier Brandsicherheitsdiensten. Besonders kritisch waren die Einsätze in der Altstadt von Spangenberg. Doch da sie alle rechtzeitig entdeckt wurden, seien durch den schnellen Einsatz der Feuerwehrleute, größere Schäden abgewendet worden. Um den Ausbildungsstand der Wehren weiter zu verbessern wurden im Jahr 2014 von den 256 Aktiven 77 Lehrgänge, davon 63 auf Kreisebene, besucht. Auch wenn die Kassen leer sind, und Spangenberg unter dem Rettungsschirm steht, müssen Wege gefunden werden, alle Einsatzabteilungen zu erhalten und die Ausrüstung dem aktuellen Stand anzupassen, so Bauer.

Die Zahl der Aktiven ist weiter rückläufig. Bauer berichtete, dass die Zahl der Aktiven in den vergangenen drei Jahren um 20 auf jetzt 256 gefallen ist. Dies entspricht in dem Zeitraum fast jährlich dem Verlust einer Löschgruppe. Auch in den sieben Jugend- und Kinderfeuerwehren seien rückläufige Mitgliederzahlen zu verzeichnen, nämlich von 103 im Jahr 2011 auf aktuell 92. Die 71 Jugendfeuerwehrleute gliedern sich auf in 48 Jungen und 23 Mädchen. In den vier Kinderfeuerwehren machen sieben Mädchen und 14 Jungen mit.

Erfolgreich bei Wettkämpfen 

Bei den Wettkämpfen waren die Spangenberger Jugendfeuerwehren sehr erfolgreich. Die Jugendfeuerwehr Spangenberg belegte beim Kreisjugendfeuerwehrzeltlager in Melsungen den 1. Platz, gefolgt von Elbersdorf. Beim Großkreisentscheid belegten die Spangenberger einen 4. Platz, Elbersdorf belegte den 5. Platz. Für das neue Jahr haben die angehenden Brandschützer um ihren Stadtjugendfeuerwehrwart Maik Brand bereits ein umfangreiches und abwechslungsreiches Programm ausgearbeitet. Höhepunkt wird das Großkreis-Jugendfeuerwehrzeltlager in Gudensberg sein.

Von Helmut Wenderoth 

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Quelle: HNA

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