Ehepaar war begeistert von einem Rundgang durchs B. Braun-Werk Pfieffewiesen

Spannende Klinik-Technik

Im Besucherzentrum: von links Heinz und Hildegard Lehsau mit Sarah Pfeffer vom Führungsdienst der B. Braun Melsungen AG vor einer Präsentationsvitrine – hinter dem Glasfenster steht technisches Gerät zur Dauerinfusion aus dem Jahr 1951 im Vergleich zu einem moderneren Modell. Foto: Grugel

Melsungen. Annähernd 10 000 Menschen besuchen jährlich das Werk Pfieffewiesen der B. Braun Melsungen AG. Zwei von ihnen waren in dieser Woche Hildegard und Heinz Lehsau. Das Ehepaar aus Willingshausen hatte bei unserer HNA-Aktion Wunschzettel um eine Führung durch das Unternehmen gebeten.

„Ich habe mir nicht vorstellen können, dass industrielle Fertigung unter solchen Bedingungen möglich ist“, sagt Heinz Lehsau nach einer Stunde in der Werkanlage mit Blick in eine der Produktionshallen. Dabei beeindruckt den gelernten Molkereigehilfen besonders die Sauberkeit in den Hallen. Aber auch die schiere Größe des Unternehmens, die sich bei seinem dreistündigen Rundgang mit Sarah Pfeffer vom Führungsdienst immer wieder auftut – sei es im Besucherzentrum, im Zentrallabor, in der Fertigungshalle für Infusionslösungen oder im Hochregallager, das jede Menge Superlative aufweist: 29 Meter hoch, 108 Meter breit und 110 Meter lang. Auf einer Stellfläche von 72 000 Quadratmetern lagern dort Waren in einem Wert von etwa 62 Millionen Euro.

Blick ins Werksinnere

Das Hochregallager gehört zu den wenigen fensterlosen Flächen im Werk Pfieffewiesen. Fast überall sonst eröffnen Glasflächen Besuchern einen Einblick ins Werksinnere oder ins Freie. Auf einem langen Gang etwa erhascht Hildegard Lehsau einen Blick auf das Parkdeck und fragt überrascht: „Ach du lieber Gott, hat da jeder seinen Parkplatz?“ Nein, muss die 70-Jährige erfahren, und noch dazu, dass nach dem Bürokonzept des Werksstandorts auch niemand täglich am selben Arbeitsplatz sitzt.

Doch das ist ein Thema für eine andere Führung. Denn in der Werkanlage Pfieffewiesen muss man sich auf Teile des Unternehmens beschränken, um nicht uferlose Rundgänge mit sechs oder noch mehr Stunden vor sich zu haben. Viele Besucher sind nach einer dreistündigen Führung von der Flut der Informationen überwältigt, am Ende aber gehen sie alle zufrieden nach Hause, berichtet Sarah Pfeffer.

Heinz Lehsau ist mehr als zufrieden. Der 68-Jährige lässt sich bei Arztbesuchen gerne alles erklären. Nun weiß er noch mehr: „Ich habe schon einige von den Produkten durch“, sagt der Schwälmer mit Blick auf Infusionsschläuche und anderes medizintechnisches Gerät.

„Ist doch schön hier“, findet Hildegard Lehsau, die sich alles nicht so groß und die Führung nicht so lange vorgestellt hat. Aber auch sie ist mehr als zufrieden und schaut sich die Arbeitswelt bei B. Braun fasziniert an. Lange hat die 70-Jährige in der Verwaltung gearbeitet, auch das VW-Werk in Baunatal und den Arbeitsplatz ihres Mannes bei Freudenberg in Schwalmstadt hat sie sich einmal angeschaut – aber eine Werkanlage wie die in den Pfieffewiesen hatte die 70-Jährige noch nie zuvor gesehen. Verwunderlich, dass sich bei der HNA-Aktion Wunschzettel nicht viel mehr Menschen eine solche Führung gewünscht haben, findet die Schwälmerin. Hintergrund Anmeldung: Tel. 0 56 61/ 71-4289 www.bbraun.de/

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Von Lorenz Grugel

Quelle: HNA

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