Das Sparbuch muss herhalten: Haushalt erstmals mit Defizit

Edermünde. Die Gemeindevertreter in Edermünde votierten einstimmig für den Etat 2011. Und das, obwohl dieser erstmals ein Defizit ausweist. 180.000 Euro fehlen im Haushalt.

Finanziell stehe Edermünde aber immer noch gut da, sagte Günter Rudolph, SPD-Fraktionsvorsitzender. Der Fehlbetrag werde aus der Rücklage ausgeglichen und Geld für Investitionen sei ebenfalls vorhanden. Seit 2008 seien die Schlüsselzuweisungen um 800.000 Euro auf jetzt 1,2 Millionen Euro zurückgegangen, sagte Rudolph.

Zurückhaltend und konservativ nannte Ruth Pfannstiehl, CDU-Fraktionsvorsitzende, das Zahlenwerk. Das Geld komme außerdem allen Einwohnern zugute. Investitionen in das Schwimmbad, die Skateranlage und in die Ortsteile sei gerecht verteilt.

Die größeren Investitionen – ein Überblick:

• 1,2 Millionen Euro sollen 2011 investiert werden. 680.000 Euro werden dafür aus der Rücklage (Sparbuch der Gemeinde) entnommen.

• 550.000 Euro für Abwasser- und Wasserleitungen in Besse,

• 150.000 Euro für die Sanierung des Schwimmbades,

• 160.000 Euro für ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr und 20.000 Euro für das Gerätehaus in Holzhausen. „Unsere Einwohner müssen für öffentliche Dienstleistungen wenig zahlen“, sagte Rudolph im Haldorfer Dorfgemeinschaftshaus.

Auch die Gebühren und Steuern seien im Vergleich zu anderen Kommunen im Landkreis niedrig. Es sei außerdem eine richtige Entscheidung, auf die Kindergartengebühren für Eltern zu verzichten. Eltern sparen bei Gebühren „Wir zahlen zwar viel für Betreuungsangebote, aber Eltern sparen an den Kita-Gebühren bei uns jährlich mehr als 1000 Euro.“ Es sei wichtig, in die frühkindliche Erziehung zu investieren. „Auch wenn wir uns in diesem Jahr mit Investitionen etwas zurücknehmen, stehen 50.000 Euro zur Unterstützung der Vereine bereit“, sagte Rudolph. (ddd)

Quelle: HNA

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