Gudensbergs Stadtverordnete beschließen Haushalt einstimmig

350 000 Euro stehen im Haushalt 2013 dafür bereit: Die Gudensberger Obernburg (oben) soll aufgewertet werden. Im Gespräch ist ein neues Haus, das teilweise bewirtschaftet werden könnte, etwa wie die Jausenstation auf der Burgruine von Oberurff-Schiffelborn (Foto rechts). Fotos:  Archiv

Gudensberg. Ob Rückkauf der Stromnetze, Beteiligung am Windpark, neuer Kindergarten oder der Bau eines Hauses auf dem Schlossberg: Die Kommunalpolitiker in Gudensberg haben noch die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, wo sie ihre Schwerpunkte für die weitere Entwicklung ihrer Stadt setzen wollen.

Das haben sie der nach wie vor guten finanziellen Lage ihrer Stadt zu verdanken, die ihnen den Gestaltungsspielraum gibt.

Darin waren sich die Stadtverordneten in ihrer Sitzung am Donnerstag einig. Ohne Gegenstimme billigten sie den Entwurf des Haushalts für das laufende Jahr, in dem 4,2 Millionen Euro investiert werden sollen – und das ohne neue Kredite und ohne Steuererhöhungen. Vielmehr wird der Schuldenstand nochmals reduziert. Aus der Rücklage (7,8 Mio. Euro) werden dafür etwa 2 Mio. Euro entnommen.

„Wir wollen unser Geld so einsetzen, dass es einen möglichst hohen Nutzen hat“, sagte Michael Höhmann (SPD), der den Reigen der Redner zum Etat eröffnete. Darin sei man sich in Gudensberg auch einig. Weiterhin werde man Einrichtungen wie Kindergärten, Bäder, Gemeinschaftshäuser am stärksten fördern und auch bei den freiwilligen Leistungen für Vereine nichts zurückfahren. „Das Bürgerengagement wird in Gudensberg tagtäglich praktiziert und unterstützt“, schloss Höhmann.

Kritisch setzte sich Dieter Heer (CDU) mit den hohen Defiziten bei Naturbad, DGHs und Mediathek auseinander. Über 80 Prozent der Kosten müssten dafür aus allgemeinen Steuermitteln bezahlt werden, merkte er an. Es gelte zu überlegen, wie man künftig die Deckungsrate verbessern könne.

Zudem sei es wichtig, so Heer, nicht nur in „weiche Faktoren“ (Märchenbühne, Obernburg, Bäder) zu investieren, sondern auch die Konkurrenzfähigkeit sicherzustellen. Neue Gewerbeflächen gelte es auszuweisen, das schnelle Internet auch in die Stadtteile zu bringen.

Von Ulrike Lange-Michael

Quelle: HNA

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