Schuldenstand der Stadt Naumburg sinkt - Haushalt 2011 aber erneut mit Defizit

Sparkurs zeigt Wirkung

Naumburg. Auch im kommenden Jahr wird die Stadt Naumburg mehr Geld ausgeben, als sie einnimmt. Am Mittwoch präsentierte Bürgermeister Stefan Hable den Haushalt 2011 im Stadtparlament, der wie in den Vorjahren defizitär ist.

Allerdings: Die Sparbemühungen zeigen Wirkung. Wie in den drei vorangegangenen Jahren soll es keine Nettoneuverschuldung geben, erklärte der Verwaltungschef. Das bedeute, dass auch im kommenden Jahr mehr Altschulden abgebaut als neue Kredite aufgenommen werden.

Der Haushaltsentwurf sieht Ausgaben in Höhe von insgesamt 7,684 Millionen Euro vor, denen Einnahmen in einer Größenordnung von 6,101 Millionen Euro gegenüber stehen. Das Defizit beträgt also 1,583 Millionen Euro. Im Entwurf des vergangenen Jahres lag der Ansatz noch bei 2,1 Millionen Euro.

Man dürfe in den Anstregungen, den städtischen Haushalt zu konsolidieren, nicht nachlassen und müsse das im vergangenen Jahr verabschiedete Haushaltssicherungskonzept konsequent umsetzen. Dazu gehörte für 2011, dass der Gewerbesteuersatz von 340 auf 380 Prozent angehoben wird. Die Erhöhung, so Hable, sei „übel, aber zumutbar“. Im Vergleich zum Haushaltsentwurf 2010 erwarte man bei der Gewerbesteuer einen Anstieg der Einnahmen von 32 000 Euro auf 532 000 Euro. Und auch beim Gemeindeanteil bei der Einkommenssteuer geht man im Plan von einem Plus in Höhe von 77 000 Euro aus. Leichte Einsparungen gibt es bei den Personalkosten (rund 40 000 Euro), bei den Sach- und Dienstleistungen (knapp 35 000 Euro), der Ansatz für die Bankzinsen sinkt um 25 000 Euro auf 420 000 Euro.

Der Schuldenstand (Ende 2009 8,398 Millionen Euro, Ende 2010 voraussichtlich 7,794 Millionen Euro) soll bis Ende 2011 auf 7,626 Millionen Euro sinken. Hable: „Ein ehrgeiziges Ziel, aber wir kriegen das hin.“

Engagement der Bürger

Auf dem Weg zur finanziellen Sanierung werde man auch von privater Seite unterstützt. Man könne stolz sein, „dass sich die Bürger in allen Stadtteilen vorbildlich einbringen“. Ehrenamtlich wurden Zugänge zu den Friedhöfen gepflastert und im Kurpark der Musikpavillon runderneuert und damit die Stadt entlastet.

Entlastung erhoffe man sich auch durch Interkommunale Zusammenarbeit, wie das gemeinsame Standesamt mit Sitz in Wolfhagen.

Von Norbert Müller

Quelle: HNA

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