EU-Gesetz: Kommunen müssen Straßenlaternen umrüsten

Sparlampen: Städte müssen hunderttausende Euro zahlen

Schwalm-Eder. Ab 2015 müssen viele Straßenlaternen ausgetauscht werden. Quecksilberdampf als Leuchtmittel hat dann europaweit ausgedient. Die Straßenbeleuchtung muss auf energiesparende Technik umgestellt werden. Für Städte und Gemeinden gehen die Kosten in die hunderttausende.

In Niedenstein sind 60 Prozent der Straßenlaternen mit Quecksilber belastet. 750 von 985 Lampen müssen ausgetauscht werden. Die Stadt rechnet mit Kosten von 550 000 Euro. Laut Niedensteins Bauamtsleiter Peter Buess werde sich die Investition in 13 bis 15 Jahren durch die Stromeinsparung amortisiert haben. LED-Lampen liegen vom Energieverbrauch zwar noch leicht hinter den Energiesparlampen, aber die Haltbarkeit soll um ein Vielfaches höher liegen. 12 bis 15 Jahre sollen sie leuchten, die Energiesparlampe dagegen nur drei bis fünf. Die Wartungskosten sind bei LED-Lampen aber niedriger. Dafür seien sie sehr teuer.

„Vor einem Jahr war der Preis für eine LED-Lampe dreimal höher als der einer Energiesparlampe, aber er fällt“, sagt Frank Ebert, Melsungens Elektrotechnikmeister. Seit sieben Jahren werden die 1200 Lampen in Melsungen durch Energiesparlampen ersetzt. 250 000 Euro kostet die Umrüstung. Vermutlich werde man irgendwann LED-Leuchten umstellen. „Wir müssen dann nur einen Teil, nicht die komplette Lampe austauschen“, sagt er.

In Borken rechne man mit 220 000 Euro. Bei einer Umrüstung auf LED würden die Kosten bei 365 000 Euro liegen. Die Fritzlarer sind in der Planung: „Wir probieren die LED-Leuchten derzeit an drei Orten aus. Im Frühjahr ziehen wir Bilanz, welche Lampen sich am besten eignen“, sagt Bürgermeister Karl-Wilhelm Lange. „Es wird nicht billig werden.“

80 000 Euro haben die Schwalmstädter für ihre Umrüstung ausgegeben. „Wir haben aber nur die Leuchtmittel ausgetauscht“, in zwei Ortsteilen testen sie derzeit die LED-Technik.

Quelle: HNA

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