Ferienspielen: Spaß im Abenteuerland

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Bleibende Erinnerung: Im Garten der Stadtjugendpflege verewigten sich die Kinder mit selbstgebauten Totempfahlen.

Zierenberg. Einmal im Leben ein richtiger Sheriff in einer Westernstadt zu sein, in der es vor Rothäuten, Posträubern, Schurken und Halunken nur so wimmelt - davon hat wohl jeder schon einmal geträumt.

Für die Teilnehmer der Zierenberger Ferienspiele ist dieser Traum jetzt wahr geworden, denn für zwei Wochen verwandelte sich das Bürgerhaus in einen Saloon, das Außengelände samt Sportplatz zur Prärie. An die 30 kleine Cowboys und Indianer tummelten sich hier und erlebten allerlei spannende Abenteuer. Erstmals als Häuptling mit dabei: Stephanie Rauscher-Junker, seit 1. Juli neue Stadtjugendpflegerin, die gemeinsam mit ihrem Betreuerteam tief in die Ideenkiste griff. Schnitzeljagd, Indianerschmuck basteln, Totempfahl bauen - die Sechs- bis Zwölfjährigen kamen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Vor allem nicht, als es per Pferdekutsche zum roten Ufer ging. Dort wandelten sie auf den Spuren eines alten Zierenbergers, der einer Sage nach seine Heimat und die Armut des elterlichen Hofes hinter sich ließ, um in der großen weiten Welt nicht nur sein Glück, sondern auch jede Menge Gold zu finden.

Kein Mitgefühl

Abgeschieden von der übrigen Bevölkerung baute er nach seiner Rückkehr ein großes Gutshaus nahe der Warme, ohne seinen Reichtum zu teilen. Eines Tages, nachdem er wieder einmal kein Mitgefühl für die Menschen in seiner Umgebung gezeigt hatte, soll ein Sturm gekommen sein, der so gewaltig war, dass sein gesamtes Haus niedergerissen wurde. Der alte Mann und sein Gold wurden nie gefunden, doch noch heute sind alle 20 Jahre Teile des Edelmetalls am roten Ufer und in der Warme zu finden, so zumindest sagt es die Legende. Klare Sache, dass sich die Ferienspiel-Kinder auf die Suche machten und beim Goldwaschen unglaublicherweise auch fündig wurden. Nicht nur ihren Fund, sondern auch ihre Erfolge bei der Cowboy- und Indianer-Olympiade feierten sie dann mit einem großen Abschlussfest, bei dem sie im Bürgerhaus-Saloon übernachteten. Per Kinovorstellung tauchten sie noch einmal ab in eine ganz andere Wild-West-Welt, nämlich in die von Bully Herbig und seinem „Schuh des Manitu“.

Quelle: HNA

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