Der Besuch zweier Kamele war für die Kinder der Höhepunkt in Wettesingen

Spaß mit Xalxar und Djabi

Bastelaktionen zum Thema Orient : Betreuer Jacob Dittmer hat mit Ole, Greta , Paul, Christoph, Anna Lena, Jannis, Marlon, Ginaluca und Philipp (von links).

Breuna. Es riecht streng. Aufgeregt tummeln sich die 54 Kinder, die an den Ferienspielen in Breuna teilnehmen, um das umzäunte Feld. Die Sonne hat den dichten Morgennebel endlich verdrängt. Jeder will den besten Platz ergattern, um die beiden Kamele zu sehen.

Ganz bedächtig und langsam bewegen sich die beiden zusammen 2000 Kilogramm schweren Tiere. Die zwei Kamele Djabi und Xalxar lassen sich von der Menge nicht aus der Ruhe bringen. Das Highlight der einwöchigen Ferienspiele in Wettesingen ist der Besuch der beiden männlichen Kamele aus Niederelsungen.

„Das Oberthema lautet 1000 und eine Nacht“, sagt Jugendarbeiterin Kerstin Heyn. „Wir möchten etwas orientalische Stimmung nach Wettesingen zu den Kindern bringen.“ Dafür haben sich Kerstin Heyn und die elf Betreuer auch eine Menge einfallen lassen. „Die Kinder lernen orientalische Gewürze kennen, haben Taschen mit Hieroglyphen gemalt und Bauchtanzen gelernt.“ Auch die Spiel- und Bastelaktionen stehen unter dem Thema Orient. „Wenn die Kinder eine Pause brauchen, dann lesen die Betreuer ihnen auch mal orientalische Kurzgeschichten vor“, sagt die Jugendarbeiterin.

Etwas widerwillig hören die Kamele Djabi und Xalxar auf die Anweisungen von Steffen Scharnagl. Der gebürtige Magdeburger wohnt seit drei Jahren mit seinen zwei Kamelen in Niederelsungen. „Die schwüle Wärme macht den Tieren etwas zu schaffen“, sagt der Kamelbesitzer. Lange Jahre hat Steffen Scharnagl für Zirkusse gearbeitet. Er ist spezialisiert auf die Hufpflege von afrikanischen Wildtieren wie Nashorn, Elefant und Kamel. Vor drei Jahren zog ihn das Stück Ben Hur der Niederelsunger Waldbühne ins Wolfhager Land.

Ferienspiele Breuna

Einer der elf Betreuer ist der 19-jährige Dennis Bremerich. Er ist bereits zum vierten Mal bei den Ferienspielen in Wettesingen dabei. „Das Besondere hier ist der Zusammenhalt des Teams“, sagt der gebürtige Habichtswalder „Die Kinder sind super drauf - das sind keine Schlaftabletten.“ Auch wenn es manchmal anstrengend ist und sehr wild zugeht, macht dem 19-Jährigen die Arbeit mit ihnen sehr viel Spaß. „Wenn man in die Gesichter der Kinder schaut und sie lächeln, dann erntet man als Betreuer ganz viel.“

„Die Organisation für die Ferienspiele sind sehr umfangreich“, sagt Jugendarbeiterin Kerstin Heyn. Zumal die 34-Jährige diese Arbeit alleine stemmen muss. „Ich bin ganz froh, dass die Teamer sich so viele Gedanken zu dem Thema gemacht haben“, sagt die Jugendarbeiterin. „Da muss nicht alles nur von mir kommen.“

Und so kommt die Idee für eine Schatzsuche am letzten Tag der Ferienspiele in Wettesingen auch von den Betreuern. Dort wartet auf die Kinder eine Überraschung. Zum Abschlussfest werden auch die Eltern zu Kaffee und Kuchen eingeladen.

Von Johanna Uminski

Quelle: HNA

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