Symphonic Brass gastierte in der Stadtkirche

Ein Spaziergang durch die Epochen

Traten am Sonntag in Treysa auf: Das Ensemble Symphonic Brass, zu dem auch Philipp Schütz aus Dittershausen gehört. Foto: Rose

Treysa. Symphonic Brass – unter diesem Namen formieren zehn Orchestermusikstudenten der Musikhochschulen und Akademien Frankfurt, Köln, Mannheim, München, Detmold, Stuttgart, Kassel und Essen unter der Leitung von Douglas Simpson. Sie gaben am Sonntag ein Konzert in der Treysaer Stadtkirche.

Die angehenden Profimusiker boten symphonische Blechblasmusik auf höchstem Niveau vor reichlich gefüllten Kirchenbänken. Mit dabei war unter anderem der Dittershäuser Philipp Schütz. Das Ensemble bewies, dass die Blechbläser häufig zu Unrecht ein wenig im Schatten anderer Instrumentalisten stehen. Symphonic Brass überzeugte als homogener und sehr wandelbarer Klangkörper. Unterstützt wurden die Musiker von Carsten Wohl an der Orgel. Das passende Schlagwerke umrahmte wohlwollend das Timbre der Musik. Empfangen wurden die Zuhörer von einer altenglischen Suite, auf die ein rhythmisches Wechselspiel, ein farbiger Dialog folgte. Mit „Old French Dances“ zollten sie der vom Adel einst hochgelobten französischen Tanzmusik Tribut. Ursprünglich war das Werk jedoch nicht für Bläser, sondern für Klampfe und Flöte konzipiert.

Vortreffliches Spiel

Zu den Meisterwerken des internationalen Blechbläserrepertoires zählt „Brass Symphonie“ von Jan Koetsier. Der in Amsterdam geborene Koetsier war von der Musik einer Dorfkapelle so fasziniert, dass er selbst Musiker werden wollte. Unterstützt von seiner Mutter, einer Sängerin, wurde er später Professor fürs Dirigieren. Seine Werke zeichneten sich durch eine klare Linie aus: Die transportierten auch die Musikstudenten vortrefflich. Ausgesprochen schmeichelnd interpretierten die Musiker „Jeanie with the light brown hair“ vom amerikanischen Songwriter Stephen Foster. Nicht fehlen durften bewegende Werke von Mendelssohn-Bartholdy und Strauss.

Ins moderne Fach wechselte das Ensemble mit „Send in the clowns“ von Stephen Sondheim. Der amerikanische Musicalkomponist zählt zu den bedeutendsten zeitgenössischen Komponisten. Er gewann mehrere Grammys und den Pulitzer-Preis. (zsr)

Quelle: HNA

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