Antrag: Zeitgleich zur Beton-Sanierung

SPD: Thermalbad auch modernisieren

Bad Emstal. Im Zuge der Beton-Sanierung im Beckenbereich, die laut Gutachten spätestens im kommenden Jahr erfolgen muss, 1,3 Millionen Euro kosten und mindestens acht Monate dauern wird (wir berichteten), sollte das Thermalbad auch modernisiert werden. Das ist die Ansicht der SPD-Fraktion im Bad Emstaler Gemeindeparlament. „Es ist unabdingbar“, so Fraktionsvorsitzender Wilfried Wehnes, „zeitgleich zur baulich-konstruktiven Sanierung auch eine ästhetische Erneuerung der 30 Jahre alten Anlage vorzunehmen.“

„Es ist unabdingbar, auch eine ästhetische Erneuerung der 30 Jahre alten Anlage vorzunehmen.“

wilfried wehnes SPD-fraktionschef

Die SPD fordert in einem in der Sitzung am Donnerstag gestellten Antrag, dass der Gemeindevorstand für die Modernisierung eine mit der Beton-Sanierung abgestimmte Planung samt Kostenschätzung vorlegen soll - und dies möglichst schnell. Die Kosten für die Planung sollten bereits in einem Nachtrachtragshaushalt für das laufende Jahr eingestellt werden.

Angesichts der defizitären Haushaltssituation Bad Emstals, so Wehnes, sei im Hinblick auf die nötigen Kreditaufnahmen auch ein Konzept für die künftige Entwicklung der Gemeinde unter dem besonderen Aspekt des Heilbad- und Kurbetriebs erforderlich, sonst laufe man Gefahr, dass die Kommunalaufsicht den nächsten Haushalt nicht genehmige.

Das Thermalbad müsse dringend für Besucher attraktiver werden, dies könne durch die Modernisierung gelingen, führte Wehnes weiter aus. Die strukturelle Veränderung müsse in Richtung Gesundheitszentrum gehen.

Förderung prüfen

Durch die Verknüpfung von Sanierung und Modernisierung sieht die SPD auch die Möglichkeit, die Kosten geringer zu halten als bei getrennter Ausführung der Arbeiten. Zur Finanzierung sollte die Gemeinde auch Fördermöglichkeiten für derartige Projekte unter dem Aspekt Tourismusförderung prüfen.

Nach einer Sitzungsunterbrechung einigten sich die drei Fraktionen der Gemeindevertretung, den SPD-Antrag zunächst im Haupt- und Finanzausschuss und im Ausschuss für Gemeindeentwicklung, Umwelt und Fremdenverkehr behandeln zu lassen.

FWG-Fraktionsvorsitzender Wilhelm Mette erklärte, dass am Thema Modernisierung bereits vom Gemeindevorstand gearbeitet werde. Für die nächste Parlamentssitzung kündigte Mette zum SPD-Antrag „konkurrierende Anträge“ von CDU und FWG an.

Von Cornelia Lehmann

Quelle: HNA

Kommentare