Gemeinde Morschen erneuert Wasserhochbehälter für 200 000 Euro

Speicher wird saniert

Kammer ohne Wasser: Jens Kondziella von der W+S Bau-Instandsetzung schippt das von den Wänden entfernte Material in einen Lift.

AltMorschen. Die Gemeinde Morschen saniert momentan für 200 000 Euro den Wasserhochbehälter, der die Ortslage Altmorschen versorgt. Die Arbeiten sind laut Bürgermeister Herbert Wohlgemuth nötig, um die Sauberkeit des Trinkwassers zu gewährleisten.

Der Hochbehälter an der Theodor-Heuss-Straße versorgt etwa 1200 Haushalte. 1965 war der Behälter mit seinen zwei Doppelkammern errichtet worden. Die Wände wurden damals – dem Stand der Technik entsprechend – gefliest. Doch die Fugen hielten laut Wohlgemuth dem Wasser auf Dauer nicht stand. Das Trinkwasser drang ein und floss hinter die Fliesen. Die Gefahr ist, dass dort Bakterien entstehen. Denn normalerweise ist das Wasser in dem Behälter immer in Bewegung.

Die Hohlräume sind offensichtlich enorm: Als man die Kammer für die Arbeiten geleert habe, sei das Wasser aus den Wänden geströmt, berichtet Jens Kondziella von der W+S Bau-Instandsetzung.

Keine Einschränkungen

Deshalb sind in einer Doppelkammer bereits die Fliesen entfernt worden. Sie werden durch eine mineralische Beschichtung ohne Kunststoff mit 15 bis 20 Millimeter Durchmesser ersetzt.

Diese Lösung sei wesentlich haltbarer, weil es keine Fugen gibt. Außerdem werden Rohre und Schieberkammern erneuert.

Der Hochbehälter ist unterdessen weiter in Betrieb: Eine Doppelkammer ist mit Wasser gefüllt, hier müssen die Fliesen noch entfernt werden.

Die Arbeiten werden noch bis zum Sommer andauern: Die Fertigstellung ist für Juni geplant.

Laut Bürgermeister Herbert Wohlgemuth gibt es durch die Arbeiten keinerlei Einschränkungen bei der Wasserversorgung der Bevölkerung.

Von Göran Gehlen

Quelle: HNA

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