Angebot der Kirchengemeinde Ziegenhain: Freitags Mittagessen im Gemeindehaus

Speisen für Leib und Seele

Genießen die Gemeinschaft: Hilde Gräser, Heinz Wölk und Peter Blumenauer (von links).

Ziegenhain. Das Ziegenhainer Gemeindehaus ist für mittlerweile 40 Menschen freitags zu einem festen Treffpunkt geworden: Seit einem knappen Jahr bietet die Kirchengemeinde dort ein Mittagessen zum Preis von einem Euro an. „Gedacht war das Angebot eigentlich für Menschen, denen es finanziell nicht so rosig geht“, erklärte Pfarrer Ingo Fulda. „Entwickelt haben sich Begegnungen.“

Die Idee ist schon sechs Jahre alt und stammt von Jugenddiakon Detlef Jacob. Ursprünglich wollte er ein Angebot für Schüler initiieren – doch das halten mittlerweile die Schulen bei ihrer Ganztagsbetreuung vor. Im Februar 2011 startete das Projekt, beratend unterstützt von der Diakonie. Koordiniert wird der Mittagstisch von Detlef Jakob und Andrea Grede sowie acht ehrenamtlichen Helfern. Gekocht wird in der Küche vorort, immer im Wechsel. Nicht immer ganz einfach sei anfangs die Planung gewesen, erzählte Jacob. „Besonders die Kalkulation der Portionen.“ Doch die haben die Helfer, die hygienetechnisch geschult wurden, mittlerweile im Griff. Zum Konzept gehört nicht nur die warme Mahlzeit: Ein liebevoll gedeckter Tisch, die freundliche Ansprache sind den Helfern eine Herzensangelegenheit.

„Das Angebot ist niedrigschwellig und kommt deshalb gut an“, sagte Fulda. Denn eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. „Kommen kann eigentlich jeder“, erklärte Jacob. Hilde Gräser, Heinz Wölk und Peter Blumenauer kommen regelmäßig und genießen es, auch nach dem Essen noch bei Kaffee und Plätzchen beieinander zu sitzen und zu plaudern.

Neue Einrichtung ist nötig

„Für die Hausfrau ist das eine feine Sache, wenn sie mal nicht kochen muss“, sagt Gräser. Und Heinz Wölk freut sich über die Neuigkeiten, die man hier austauschen kann. „Es kommen ältere oder alleinstehende Menschen, die es genießen, in Gesellschaft zu essen, aber auch Menschen, die den Austausch schätzen“, sagt Jacob. Auch Anne Schmidt und Christel Schwering plaudern gern und loben das Essen: „Es ist immer lecker.“ Für die Zubereitung sind unter anderem Irma Kessler und Ella Schneider zuständig. „Die Kapazität der Küche reicht gerade eben noch so aus“, erklärte Ingo Fulda. Bald müsse man eine Speisekammer einrichten, den Kühlschrank und den Herd ersetzen. Unterstützt wird die Idee auch von der Schwälmer Tafel. Waren, die donnerstags übrig bleiben, gibt sie an das Koch-Team weiter.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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