Dekan Dr. Gernot Gerlach überreicht Spende an Suppenküche in Griechenland

Spende an Suppenküche in Griechenland: „Zeichen der Solidarität“

Willkommene Spende: Dekan Dr. Gernot Gerlach überreichte die Spende aus Deutschland an Pater Emanuel Nirakis (links). Mit dabei Marie Luise Gerlach und die Dolmetscherin Tonia Andrioti. Foto: privat/nh

Wolfhagen. Die Verarmung in Griechenland nimmt drastisch zu. Dies bewegte griechische Gastronomen aus der Region zu einer Hilfsaktion. Elf Restaurants haben an einem Sonntag 25 Prozent ihres Umsatzes zusammen getragen und um Geld aus im Restaurants aufgestellten Spendendosen ergänzt.

5170 Euro sind auf diese Weise zusammen gekommen. Geldbote war der Wolfhager Dekan Dr. Gernot Gerlach. Er unterbrach jetzt seinen Urlaub in Griechenland und übergab das Geld in der Kirchengemeinde Agiazoni im Athener Stadtteil Kipseli. Dort betreibt Pater Emanuil Nirakis eine Suppenküche, die täglich mehr als 150 Portionen Essen an Bedürftige ausgibt. Gerlach nahm zusammen mit seiner Frau an einem Gottesdienst teil, der in einer überfüllten Kirche gefeiert wurde.

Bei einem Empfang übergab er die Spendensumme mit einer Urkunde, die das Kirchenbild in der Wolfhager Kirche von Stockhausen zeigt. „Die Spende ist für die Arbeit ihrer Athener Tafel, der Suppenküche Ihrer Kirchengemeinde Agiazioni, bestimmt. Wir wollen sie unterstützen und gleichzeitg deutlich machen, dass wir in Kirche, Diakonie, Gesellschaft gemeinsam Not lindern und neue Wege aus der Not in der Europäischen Staatengemeinschaft finden können. Dabei will die Hilfsaktion sowohl ein Beispiel als auch ein Anstoß für verstärkte Anstrengungen zur Krisenüberwindung sein“, sagte der Dekan in Kipseli. Er überreichte dem Pater zusätzlich ein Buchgeschenk von Bischof Prof. Dr. Martin Hein.

Pfarrer Niraki sei sichtlich gerührt gewesen, berichtet Gerlach. Er empfinde diese Hilfe als eine tatkräftige, wohltuende, spürbare Unterstützung, die ermutige. Diese Aktion sei für den Pater ein sichtbares Zeichen der Solidarität und Förderung der hiesigen Arbeit. Einige Gemeindemitglieder beteiligten sich finanziell und praktisch daran. Täglich kämen mehr Menschen in Not zur Suppenküche. Allerdings reiche das tägliche Essen nicht für mehr als 100 Menschen.

Neben der Speisen- und Kleiderausgabe an den Wochentagen greift die Kirchengemeinde in Kipseli mehr als 100 Familien oder Einzelpersonen bei der Finanzierung von Miete, Wasser und Strom unter die Arme. Dafür werden monatlich bis zu 3000 Euro benötigt. Die diakonische Arbeit findet vernetzt mit anderen Kirchengemeinden und staatlichen Stellen statt.

Gerlach und Niraki hoffen, dass die Hilfsaktiom in der Region Kassel zu weiteren Hilfsaktionen motiviert. (ewa)

Quelle: HNA

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