Bei der Johannisfeier auf dem Knüllköpfchen taten Bundeswehr und KSK viel Gutes

Spenden in luftiger Höhe

Treffen am Turm: 200 Besucher kamen zum diesjährigen Johannisfest. Unser kleines Bild zeigt Spender, Spendensammler und Schulkinder vor dem großen Feuer. Foto: Hoffmann

Schwarzenborn. Als die Feuerwehr in der Dämmerung den fünf Meter hohen Holzscheit entzündete, begannen die Kinderaugen zu leuchten. 200 Gäste trotzten am Montag dem schlechten Wetter und erklommen das Knüllköpfchen zur Schwarzenborner Johannisfeier.

Auf der 634 Meter hohen Bergkuppe hatten die Veranstalter Feuerwehr, Landfrauen, Stadt Schwarzenborn sowie die Kreissparkasse Schwalm-Eder (KSK) für ein buntes Programm gesorgt. Bürgermeister Jürgen Kaufmann leitete nach einer Darbietung des Posaunenchors durch den Abend.

Gruppen der Knüllköpfchen- und der Carl-Bantzer-Schule zeigten Tanz und Gesang. Und aus vielen Kehlen erschallte bei allmählich untergehender Sonne das Lied „Mein Dörflein am Knüll“.

KSK-Direktor Dirk Siemon hielt die feierliche Feuerrede und schüttete aus dem hauseigenen Spendentopf 12 250 Euro aus. Davon gingen 3250 Euro an den Förderverein der Knüllköpfchenschule. Sechsmal 1500 Euro vergab die KSK an das Kulturnetzwerk der Weiterführenden Schulen in der Schwalm für Projekte und Workshops.

Bundeswehr betroffen

Auch die Bundeswehr ging einem guten Zweck nach. Oberst Helmut Remus war mit zehn seiner Männer aus dem Jägerregiment vor Ort.

Die Soldaten gingen mit zwei Spendendosen umher und sammelten Geld für unmittelbar und mittelbar betroffene Kameraden aus dem Regiment.

„Wir haben 20 Leute in unseren Reihen, die von der Flutkatastrophe betroffen sind“, sagte Remus. So besäße beispielsweise eine Stabsunteroffizierin eine Kellerwohnung in Magdeburg, die jedoch komplett unter Wasser gestanden habe.

„Das Geld geht wirklich eins zu eins an die Kameraden aus dem Regiment und läuft über den Förderkreis Bundeswehrstandort Schwarzenborn“, fügte der Oberst hinzu. Remus hob den außerordentlichen Zusammenhalt in der Region zwischen Truppe und Bevölkerung hervor.

Feuerstoß sorgte für Wärme

Das zeigte sich auch in den Spendenbüchsen: 714 Euro kamen zusammen. Siemon legte aus dem Stiftungsfonds der KSK noch einmal 500 Euro dazu, sodass sich die Flutopfer des Jägerregiments über 1214 Euro freuen können.

Zum Abschluss entzündete die Feuerwehr Schwarzenborn noch den Feuerstoß, der bis in die Nacht hinein für Wärme sorgte.

Von Matthias Hoffmann

Quelle: HNA

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