In Eubach ist bereits im Mai ein Hang abgerutscht - Seitdem geht es nicht voran

Sperrung bleibt bestehen

Abgerutscht: Nach starken Regenfällen ist im Mai dieser Hang an der Ortsdurchfahrt in Eubach abgerutscht. Seitdem ist die Straße in diesem Bereich halbseitig gesperrt. Foto: Kamisli

Eubach. Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis die halbseitige Sperrung in der Ortsdurchfahrt von Eubach wieder aufgehoben wird. Im Mai ist dort nach starkem Regen an der Eubachstraße kurz hinter der Einmündung „Zum Rottland“ ein Hang abgerutscht, seitdem ist die Straße in diesem Bereich gesperrt. Wann die Sperrung aufgehoben wird und die Stützmauer saniert werden wird, ist laut Hessen Mobil noch unklar.

„Hessen Mobil hat eine Sperrgenehmigung bis zum 31.12. 2014. Das ist schon eine Nummer“, sagt Morschens Bürgermeister Herbert Wohlgemuth. Er empfindet das als Zumutung. Genau wie Eubachs Ortsvorsteher Karl Schatz. „Der Zustand ist über so einen langen Zeitraum unhaltbar“, sagt er. Deshalb soll es auch in der nächsten Ortbeiratssitzung darum gehen.

Arbeiten dauern an

Derzeit liefen Untersuchungen zur Untergrundbeschaffenheit an der abgerutschten Stützmauer, teilte Horst Sinemus, Sprecher von Hessen Mobil auf Anfrage mit. Da es sich bei der Eubacher Ortsdurchfahrt um eine Landesstraße handelt, ist das ehemalige Amt für Straßen und Verkehrswesen für die Sanierung der Mauer zuständig.

Wie lange diese Arbeiten noch dauern werden, steht laut Hessen Mobil noch nicht fest. Sicher ist aber, dass die Straße aus Gründen der Verkehrssicherheit weiterhin halbseitig gesperrt bleibt, teilt Sinemus weiter mit.

An den Kosten, zu denen Hessen Mobil noch keine genauen Angaben machen konnte, muss sich auch die Gemeinde Morschen beteiligen. Eigentlich. „Ich bin da noch am Verhandeln“, sagt Wohlgemuth, „aber ich gehe davon aus, dass es auf eine juristische Prüfung hinausläuft.“ Der Bürgermeister ist der Ansicht, dass der Hang nicht richtig abgestützt wurde, als die Landesstraße in den 1970er-Jahren ausgebaut wurde. Dass es auch besser gehe, zeige eine Betonstützmauer am Ortseingang von Eubach. „Deshalb gehe ich eigentlich davon aus, dass die Gemeinde dieses Mal nichts bezahlen muss“, sagt Wohlgemuth. Schließlich habe die Gemeinde damals schon ihren Beitrag geleistet.

Lage richtig einschätzen

Grundsätzlich sei die Gemeinde Morschen an den Kosten zu beteiligen, erklärt der Bürgermeister. An der Straße befinde sich auch ein Gehweg, der in den Zuständigkeitsbereich der Gemeinde fällt.

„Wenn ich aber das Gefühl habe, da ist die Lage damals nicht richtig eingeschätzt worden, dann werde ich sicher nicht freudestrahlend bezahlen“, sagt Wohlgemuth.

Von Barbara Kamisli

Quelle: HNA

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