Musiker der Melanchthon-Schule Steinatal begeisterten beim Sommerkonzert in der Klosterkirche

Spiel mit Bruchstücken kam an

Kraft- und gefühlvoll: Die Bläser lieferten beim Sommerkonzert der Melanchthon-Schule Steinatal in der Spieskappeler Klosterkirche den tragenden Klang. Foto: Ehl-von Unwerth

SPIESKAPPEL. Das Sommerkonzert der Melanchthon-Schule Steinatal bescherte am Mittwochabend dem Publikum in der Spieskappeler Klosterkirche einen facettenreichen Musikgenuss. Unter Leitung der Musiklehrer Manfred Muche und Stefan Reitz zogen mehr als 100 Akteure aus Kammermusik-AG und Schulorchester sowie Oberstufen- und Elternchor alle Register ihres Könnens.

Musikalisch kooperierten Schüler und Eltern mit geistlichen Werken. Der Oberstufenchor führte mit der Interpretation zweier Messgesänge in die Romantik ein: Die Akustik der Klosterkirche ließ das gefühlvoll interpretierte „Sanctus“ in den Versionen von Franz Schubert und Pierre-Max Dubois zur Geltung kommen. Als Kontrastprogramm boten die Schüler Titel aus den Musicals Jesus Christ Superstar, Phantom der Oper, Evita und Cats des britischen Komponisten Andrew Lloyd-Webber. Den Sprung zum Volkstümlichen mit einer ausgesprochen eigenwilligen Interpretation des Liedes „Wohlan die Zeit ist kommen“ präsentierte der Elternchor: Zur Erheiterung des Publikums reduzierten die Sänger den Refrain von Strophe zu Strophe um ein Wort und kreierten damit ein faszinierend bruchstückhaftes Sangeswerk. Dem setzten sie die Komplettversion der romantischen Brahms´schen Liebeserklärung „Wach auf meins Herzens Schöne“ entgegen.

Werk von Bach

Mit Bachs 4. Brandenburgischem Konzert meisterte die Kammermusik-AG der Schule eine Herausforderung. Der stellten sich auch die Mitglieder des Schulorchesters mit einer Sinfonie und einem hymnischen Canticum, bevor sie ihr Publikum in die Welt asiatischer Volksweisen sowie Rock-Klassiker vergangener Jahrzehnte entführten. Die kraftvolle „Fanfare for the third Planet“ schließlich beschloss eine vom Publikum mit lang anhaltendem Applaus bedachte Darbietung auf hohem Niveau.

Von Sigrid Ehl-von Unwerth

Quelle: HNA

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