Kinder für Nordhessen: Erpetalschule erhält 2000 Euro für Spielzimmer

Spielend fit für den Alltag

Lernen ist ein Kinderspiel: Schüler der Klasse 4b mit Lehrerin Jennifer Schulte im Spiel-und Ruhezimmer der Erpetalschule in Wenigenhasungen. Foto: Triesch

Wenigenhasungen. Teppiche und neue Sitzgelegenheiten für die Erpetalschule – diese Anschaffungen sponsert die Aktion „Kinder für Nordhessen“, eine gemeinsame Spendeninitiative von Unternehmen und Bürgern auf Initiative der HNA. Mit 2000 Euro wird das Projekt unterstützt.

„Unser Spiel- und Ruhezimmer soll somit auch als Snoozle-Raum genutzt werden können“, erklärt Jennifer Schulte, Klassenlehrerin der 4b. Gemeint ist ein Raum, der Möglichkeiten bietet, unterschiedliche Entspannungstechniken auszuprobieren und Schülern eine Auszeit im unruhigen Schulalltag bietet.

Zusätzlich soll mit der Erweiterung des Spielzimmers der natürliche Spieltrieb gefördert und soziale Kompetenzen erlernt werden. „Spielen regt wichtige Lernprozesse an, die Kinder auf die Anforderungen in Schule und Alltag vorbereiten“, weiß Schulte. Gerade vor dem Hintergrund, dass die Schule die Heranwachsenden auf die Herausforderungen des Lebens vorzubereiten habe, müsse das Spiel in der Schule einen festen Platz bekommen. Spielen und Lernen gehöre zusammen, so die Pädagogin: „Im Spiel lernen Kinder fürs Leben.“

Schon Kinder im Grundschulalter sind dem ständig wachsenden Einfluss von Bildschirmmedien wie Fernsehen, PC-Spielen und Konsolen ausgesetzt. Ein weiteres Ziel sei es daher, den Kindern in Zeiten erhöhten Bildschirm-Konsums das klassische Gesellschaftsspiel wieder näher zu bringen. „Aktive Erfahrungen, wie sie das klassische Spiel bietet, sind förderlicher für die soziale, geistige und motorische Entwicklung als die passive Erfahrungsvermittlung, die durchs Fernsehen stattfindet“, sagt Schulte. Dabei sei es egal, mit welchen Spielen sich die Kinder auseinandersetzen – ob mit Karten- oder Brettspielen: Wer spielt, lernt immer. Gute Spielmöglichkeiten sind eine wichtige Ergänzung des schulischen Bildungsangebots. „Und man kann es wunderbar kombinieren, indem man Spiele passend zu den Unterrichtsfächern einsetzt, zum Erlernen von Sprachen oder zum Umgang mit Zahlen“, fügt die Lehrerin hinzu. Ein jahrgangsübergreifendes Projekt, dass den Kindern Freude bereitet und bei dessen Mitgestaltung sie aktiv beteiligt sind. Nach den Sommerferien wird mit den Schülern die Planung für das neue Spiel- und Ruhezimmer in Angriff genommen, auf dass die Kinder der Erpetalschule auch weiterhin fit für den Alltag sind.  Hintergrund

Quelle: HNA

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