Aus für die Spielhalle in Remsfeld

Verloren: Das Gewerbegebiet Remsfeld hat ein Unternehmen verloren. Firma Gauselmann baut nun doch keine Spielhalle. Foto: nh

Remsfeld. Eigentlich hätten die Bagger anrollen sollen, doch daraus wird nichts: Das für das Gewerbegebiet Remsfeld geplante große Entertainment-Center wird nicht gebaut.

„Wir halten an den Plänen nicht fest“, teilt die Firma Gauselmann mit Sitz im ostwestfälischen Espelkamp mit. Grund dafür: Die aus dem geplanten Glücksspielstaatsvertrag zu erwartenden Auswirkungen.

„Das tut uns etwas weh“, sagt Knüllwalds Bürgermeister Jörg Müller und fügt an, dass etwa zwölf Arbeitsplätze in der Spielhalle entstanden wären. An der Seriosität des Betreibers habe es zudem keine Zweifel gegeben und das Unternehmen hätte sicher auf andere Branchen in das Gewerbegebiet gelockt.

Schwung für Gewerbegebiet

Die Pläne für einen Autohof, der im Remsfelder Gewerbegebiet entstehen soll, liegen zudem erst einmal auf Eis, sagt Erwin Wiegel von der Gemeinde. Die Bauaufsicht des Landkreises habe Nachforderungen gestellt und das Unternehmen denke nach dem Absprung der Merkur-Spielothek über eine Spielhallen-Konzession nach.

Müller ist überzeugt davon, dass von dem Schwung, der durch das Gewerbegebiet ziehe, nichts verloren geht. „Der Autohof wird kommen und zu einem Leuchtturmprojekt“, sagt er und hofft auf einen schnellen Baustart. Überhaupt habe sich in dem Gewerbegebiet in den vergangenen sieben Jahren einiges getan, sagt Wiegel. So habe man die Firma Elvis Logistik, eine Tankstelle und weitere Projekte hinzu gewonnen. „150 Arbeitsplätze sind entstanden.“ Viele seien Vollzeitplätze.

Wiegel räumt aber auch ein, dass die Wirtschaftskrise für eine Verzögerung sorgte. Doch setze die Erholung jetzt ein. Es gebe Interessenten, die sich bei der Gemeinde vorgestellt hätten. Namen könne er noch nicht nennen. Das Aus für die Gauselmann-Pläne sei dennoch schade: „Wir haben das Gelände verkauft, weil wir wollen, dass darauf etwas geschieht. Unser langfristiges Ziel ist die Gewerbeansiedlung.“ Geplant hatte das Unternehmen ein Merkur-Casino auf einem Gelände, dass unmittelbar an der Abfahrt der A7 liegt – auf einer Fläche von 1000 Quadratmetern.

Suche nach Interessenten

Die Gemeinde Knüllwald hat das immerhin 30 000 Quadratmeter große Grundstück bereits vor knapp drei Jahren an die Gauselmann-Gruppe verkauft. Sollte dort innerhalb von fünf Jahren nicht gebaut werden, habe die Gemeinde das Recht darauf, das Geländer zurückzufordern. „Wir können und wollen es aber nicht zurück kaufen“, sagt Müller. Die Gemeinde werde sich nach einem neuen Interessenten umsehen.

„Zurzeit arbeiten wir an einer Lösung, um das Grundstück einer anderen Nutzung zuzuführen“, teilt die Firma Gauselmann mit. Man stehe im engen Kontakt Bürgermeister Müller.

Von Maja Yüce

Quelle: HNA

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