Vor 25 Jahren eröffnete der Kurhessische Golfclub – Unter den Top Zehn des Landes

Spitzenplatz hat Geburtstag

Anlage mit tollem Blick auf den Oberaulaer Ortsteil: Der Kurhessische Golfclub wurde 1987 gegründet. Angeleitet werden die Mitglieder seit 1995 von Hauptgolflehrer Andrew McQueen (oben links), Vizepräsident ist Siegfried Wagner (rechts). Fotos: Rose

Hausen. Wer den Oberaulaer Ortsteil Hausen besucht, sieht grün: Viel grün. Golfern besser bekannt als Grüns. Das sind die Flächen, die seit 25 Jahren Golfer aus ganz Deutschland anziehen. In der kommenden Woche feiert der Kurhessische Golfclub Jubiläum.

Gründer des Clubs waren 1987 Peter Bickhardt, aktuell auch der Präsident, sowie Michael Zollner, Hans Lepper und Heinz Meise. Die 60 Hektar große Fläche stellte Baron Hans Eppo von Dörnberg durch einen Pachtvertrag zur Verfügung.

Nur ein Jahr später war in einer Rekord-Bauzeit das Areal in eine Golf-Anlage umgebaut worden. 1989 konnten alle 18 Bahnen für seinerzeit 260 Mitglieder freigegeben werden. Und war der Golfclub anfänglich auch als Millionärshügel verschrien, so hat sich der Betrieb doch mittlerweile auch als Arbeitgeber etabliert: „Wir beschäftigen fünf Mitarbeiter nur allein für die Rasenpflege, zwei im Sekretariat und zwei für Aufräumarbeiten“, erklärt Vizepräsident Siegfried Wagner.

Seit 1995 gibt es im Club einen sogenannten Headpro – einen Hauptgolflehrer: Andrew McQueen aus Schottland. Er steht nicht nur den 640 Mitgliedern fürs Training zur Verfügung steht, sondern engagiert sich in der Nachwuchsarbeit. 50 junge Leute trainieren regelmäßig. Der Erfolg gibt McQueen Recht: „Wir gehören zu den Top Zehn in Hessen“, sagt er. Dabei vermittelt der Trainer nicht nur Technik, sondern auch Etikette. „Schon die jungen Leute lernen, wie man sich auf dem Platz benimmt, so dass man weder sich selbst noch andere gefährdet.“ Passiert ist allerdings noch nie etwas. „Mir wurde mal eine Autoscheibe zerschossen, aber das war die absolute Ausnahme“, erzählt Siegfried Wagner.

Viel Prominenz

Die einmalige Lage lockte schon häufiger die Prominenz in die Provinz. „In den 1990er-Jahren waren hier alle, die im Fußball Rang und Namen hatten“, sagte Wagner. Fritz Walter, Franz Beckenbauer, Bundesligaschiedsrichter Manfred Schneider. „Der Platz ist einer der attraktivsten Deutschlands“, findet der Vizepräsident.

Die Grüns in Schuss halten die Greenkeeper. Sie sorgen für den knappen Schnitt von drei bis fünf Millimetern. Gemäht wird täglich.

Laut Siegfried Wagner ist Golf eine der schwierigsten Sportarten: „Man braucht viel Training und muss Demut mitbringen.“ Wer in Hausen alle 18 Bahnen bespielt, braucht etwa vier Stunden – bei Par 72. Für jede Spielbahn ist ein Par definiert. Dieser Wert steht für die Anzahl an Schlägen, die ein sehr guter Spieler durchschnittlich benötigt, um den Ball vom Abschlag in das Loch zu spielen. Die Ausrüstung kann auf drei Arten über die Anlage bewegt werden. Per Ziehkarre, per Elektro-Auto oder einfach getragen in der Golftasche.

Gespielt werden kann in Hausen rund ums Jahr – außer bei Schnee. Eine zusätzliche Trainingsmöglichkeit bietet im Winter eine neue Simulationsanlage unter Dach. • Kostenloses Schnuppergolfen jeden ersten und dritten Samstag im Monat, 18 bis 19 Uhr, Anmeldung unter Tel. 0 66 28/91 540

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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