Bürgermeister bekommt Unterstützung von Feuerwehr-Spitze

Absage von Zeltlager: Bürgermeister Spogat wehrt sich gegen Kritik der Jugendwehr

Fritzlar. Gegen die Kritik, er würde Jugendfeuerwehren ausgrenzen, wehrt sich Fritzlars Bürgermeister Hartmut Spogat. Vorgeworfen hatte ihm das der Kreisjugendfeuerwehrwart Heiko Hoffmann.

Grund dafür ist die Absage durch die Stadt für das Großkreiszeltlager. Das sollte vom 12. bis 14. Juni auf dem Pferdemarktsplatz stattfinden. Die Zusage dafür hatten die Jugendwehren von der Stadt erhalten, so Hoffmann. Nach der Absage habe Spogat keinerlei Gesprächsbereitschaft gezeigt.

Abgesagt werden musste, weil in diesem Zeitraum der Tag der Bundeswehr stattfindet. „Dieser Termin wurde von der Verteidigungsministerin bundesweit angeordnet“, sagt Spogat. Er habe Gespräche mit Hoffmann, Kreisbrandinspektor Werner Bähr und den zuständigen Stellen geführt. Aus Sicherheitsgründen habe man sich so entscheiden müssen. Zum Tag der Bundeswehr erwarte man bis zu 100.000 Besucher. Dazu über 1500 Jugendliche und 600 Senioren der Freiwilligen Feuerwehren: „Das hätte zu einem Chaos geführt“, sagt Spogat. Auch mit Bürgermeister Frank Börner aus Gudensberg habe er gesprochen. Dort findet das Zeltlager nun statt.

Die Kritik des Kreisjugendfeuerwehrwartes empfindet Spogat als unfair und unsachlich. „Dagegen verwehre ich mich massiv. Das tut mir persönlich weh“, sagt Spogat, der 25 Jahre der Feuerwehr angehört. Er betont, dass sich die Stadt für die Wehren einsetze.

Verständnis für Spogat zeigte Kreisbrandinspektor Werner Bähr. Spogat habe ihn informiert. Es sei nicht so problematisch, wie es der Kreisjugendfeuerwehrwart schildere, so Bähr. Hoffmann habe mit Gudensberg eine sehr gute Lösung gefunden.

Überrascht von Hoffmanns harscher Reaktion zeigte sich der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Fritzlar-Homberg, Dieter Ide. „Das ist überzogen.“ Er habe sich bei Spogat dafür entschuldigt.

Von Maja Yüce 

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Quelle: HNA

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