Für Sanierung der Sporthalle in der Ex-Kaserne fehlt das Geld - Sportstätte bleibt zu

Ehemalige Pommernkaserne: Aus für Sport in der Halle

+
Keine Zukunft für den Sport: Die Halle in der Pommernanlage bleibt dauerhaft zu. Für eine Sanierung fehlt das Geld.

Wolfhagen. Eine Sanierung der Sporthalle in der ehemaligen Pommernkaserne ist vom Tisch. Für eine Modernisierung fehlt das Geld. „Die Tür ist zugeschlagen“, erklärt Wolfhagens Bürgermeister Reinhard Schaake auf Anfrage der HNA.

Der Verwaltungschef hatte stets betont, die Stadt habe großes Interesse, die Sporthalle, die seit langem gesperrt ist, wieder nutzbar zu machen. Einige Gespräche, darunter mit der Landkreisverwaltung, brachten jedoch keine positiven Ergebnisse. Denn auch in anderen öffentlichen Kassen gibt es für solche Vorhaben derzeit kein Geld. Die Sporthalle ist noch im Eigentum der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima).

Eine Sanierung würde mindestens 300 000 Euro kosten, schätzt Schaake. Das Dach müsste erneuert werden, auch der Bodenbelag ist marode. Experten kamen unlängst zu dem Ergebnis, die Halle abzureißen und eine neue Sportstätte zu errichten. Aber ein solcher Neubau koste mindestens 600 000 Euro, erklärte Bürgermeister Schaake bereits im vergangenen Jahr. Geld, das die Stadt nicht hat.

Die Bima in Kassel bestätigt gegenüber der HNA, dass es einen Interessenten gibt, der sich für die Immobilie interessiert. Nähere Angaben macht Bima-Mitarbeiter Georg Schedler nicht. Die Verhandlungen mit dem Interessenten stehen laut Schedler noch ganz am Anfang.

Mit dem Aus der Sporthalle stirbt nicht nur die Hoffnung einiger Sportvereine in der Region, Übungseinheiten in der Pommernanlage abzuhalten. Auch der Herwig-Blankertz-Berufsschule und der Dietrich-Bonhoeffer-Schule fehlt damit ein Platz für den Sportunterricht.

Quelle: HNA

Kommentare