Uwe Schulz testete ein Elektroauto mit 299 PS und sagt, diese Technik ist die Zukunft

Elektroauto mit 299 PS: Sportflitzer mit Steckdose

Bitte nur mit Öko-Strom: Uwe Schulz ist den Roadster Sport Probe gefahren. Elektroautos können die Umwelt schonen, wenn sie mit Strom aus Sonne und Wind betankt werden erklärt er. Oben links ist der Motor und der Batterieblock des Autos zu sehen. Fotos: Auel

Schwalmstadt. Elektroautos sind keine Ökoschleicher. Zumindest dieses nicht. Ungefähr 299 Pferdestärken schlummern in den 6800 Laptopakkus, die den Tesla Roadster Sport zum Leben erwecken.

Uwe Schulz, Obermeister der KFZ-Innung Ziegenhain, hat den Elektrosportwagen auf Herz und Schaltkreise getestet und verrät, warum er leicht von Null auf Hundert in 3,7 Sekunden kommt.

Der Soundclip: So hört sich der Roadster bei Vollgas von innen an. 

Clip

Die Spritztour startet auf dem Parkplatz des Einkaufzentrums Walkmühlenweg in Treya, direkt vor der HNA. Auf den ersten Metern quert eine Passantin den Weg. Erst als der blutrote, knapp über ein Meter flache Wagen direkt vor ihr steht, reagiert sie und weicht aus. „Das ist ein großes Problem bei Elektroautos. Sie sind sehr leise. Die Menschen hören sie nicht“, stellt Uwe Schulz fest.

Auf freier Strecke meldet sich der Elektromotor schließlich doch zu Wort. Kein tiefes Grollen, sondern ein hohes Summen, vergleichbar mit dem einer Flugzeugturbine, surrt durch den Fahrerraum. Dem Experten gefällt's.

Platz ist Mangelware

Der Auspuff fehlt, aber sonst ist dem Auto von außen nicht anzusehen, dass es seinen Kraftstoff aus einer normalen Steckdose saugen kann. Ein bisschen erinnert das Außendesign an einen Porsche. Der Fahrer sitzt fast auf der Straße.

Innen enttäuscht der 118 000 Euro teuere Flitzer. Armaturen und Verkleidung könnten aus einem sportlichen Fiat stammen. Platz ist im Zweisitzer Mangelware.

Die Beschleunigung des Wagens ist beeindruckend. Schulz erklärt: „Ein Elektromotor wird mit elektromagnetischen Felden angetrieben, die auf Knopfdruck da sind. Bei einem Verbrennungsmotor vergeht mehr Zeit, bis er eine Bewegung erzeugt.“

Fährt wie ein Benziner

Vom Fahrgefühl kann der strombetriebene Wagen mit seinen benzinschluckenden Verwantdten mithalten. Sportfahrwerk und die dazu passende Straßenlage sorgen dafür.

Nach 320 Kilometern am Stück ist allerdings Schluss. Dafür tut das Nachtanken nicht so weh. Eine volle Tankfüllung soll etwa acht Euro kosten.

Das Testfazit von Uwe Schulz: Der Tesla Roadster ist ein nettes Spielzeug, wie jeder Sportwagen. Allgemein ist der Experte überzeugt: Elektroautos sind die Zukunft, leistungsfähig und gut zur Umwelt. „Es macht nur keinen Sinn, sie mit Atom- oder Kohlestrom zu betanken.“

Der Energiekonzern Eon- Mitte stellt den Tesla Roadster Sport noch bis Sonntag auf der Schwalm-Eder-Schau in Treysa aus.

Quelle: HNA

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