Nach zehn Jahren

TSV Schwarzenborn kündigt Spielgemeinschaft mit Hülsa

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Allein am Ball: Der neue Vorstand des TSV Schwarzenborn um den Ersten Vorsitzenden Jürgen Dickhaut und seine Stellvertreter Jürgen Liebermann und Heinz Itzenhäuser (von links mit Ball in der Bildmitte).

Schwarzenborn. Der TSV 1908 Schwarzenborn schwimmt gegen den Trend. Der Verein beendet nach zehn Jahren die Fußball-Spielgemeinschaft mit Hülsa.

„Wir wollen zeigen, dass es auch möglich ist, auf lokaler Ebene erfolgreich Vereinsarbeit zu machen und im Sport zu bestehen“, sagt der Zweite Vorsitzende des TSV, Jürgen Liebermann.

Hintergrund: Land auf Land ab ächzen die Vereine unter Mitgliederschwund und mangelndem Engagement. Gerade auf dem Land kommen viele Faktoren zusammen, die die klassische Vereinsarbeit erschweren und teilweise unmöglich machen - verändertes Freizeitverhalten, demografischer Wandel. Oft ist einfach niemand mehr bereit, für einen längeren Zeitraum Verantwortung zu übernehmen. Gerade bei Sportvereinen ist dann die Bildung einer Spielgemeinschaft häufig der letzte Ausweg, um überhaupt weiter sportlich aktiv sein zu können. Nicht so in Schwarzenborn.

Ende April hat der TSV 1908 Schwarzenborn nach intensivem internem Austausch und Diskussionen beschlossen, die Spielgemeinschaft mit Hülsa auslaufen zu lassen und wieder auf eigenen sportlichen Füßen zu stehen. Dabei halfdie erfolgreiche Jugendarbeit der vergangenen Jahre, die eine große Anzahl an jungen Spielern hervorgebracht hat, die wieder unter dem Banner des TSV spielen wollen. Das, so der neue Vorstand, schuf den wesentlichen Faktor für den eigenständigen Spielbetrieb und erleichterte die Entscheidung.

Lange Diskussion

Als der alte Vorstand im März nicht mehr antrat, griff das neue Team um Jürgen Dickhaut, Jürgen Liebermann und Heinz Itzenhäuser die Diskussion um die Spielgemeinschaft auf und beendete, im Einvernehmen mit den Vereinsmitgliedern, wie es heißt, die Zusammenarbeit mit Hülsa. „Der Spaß am Fußballsport soll wieder im Vordergrund stehen“, so der Erste Vorsitzende Dickhaut.

„Es wäre doch schade, wenn wir die guten Voraussetzungen hier in Schwarzenborn nicht nutzen könnten“, ergänzt sein Vize Liebermann beim Blick auf die gepflegte Sportanlage vor dem Vereinsheim am Hommelsberg. Und weiter: „Wir haben die jungen Spieler, wir haben die technischen Voraussetzungen. Wir planen jetzt eine kontinuierliche und nachhaltige Jugendarbeit mit dem Ziel, auch langfristig erfolgreich Fußball in Schwarzenborn zu spielen.“

Jürgen Dickhaut fügt an: „Natürlich waren die Sportfreunde aus Hülsa nicht erfreut über unseren Schritt zurück in die Eigenständigkeit, schließlich haben wir zehn Jahre lang gemeinsam teilweise recht erfolgreich Fußball gespielt, aber wir gehen auch nicht im Bösen auseinander.“

„Neben dem sportlichen Erfolg der Fußballer, die natürlich im Fokus stehen, möchten wir alle Abteilungen unseres Vereins stärken. Der TSV Schwarzenborn besteht nämlich nicht nur aus Fußball, wir haben auch noch Schützen, Gymnastik und den Jedermannsport“, fügt Jürgen Dickhaut noch auf die abschließende Frage an, wo seine Akzente für die nächsten Jahre liegen werden.

Von Matthias Haaß

• Den Abschluss der Spielgemeinschaft Schwarzenborn-Hülsa bildet am Samstag, 1. Juni, ein Benefizspiel in Schwarzenborn gegen die FSG Borken-Freudenthal zum 25. Jahrestag des Grubenunglücks in Stolzenbach, Uhrzeit folgt.

Quelle: HNA

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