Türken und Deutsche gedachte der Opfer der Bergwerksunglücke in Soma und Borken

Sprachenvielfalt beim Kulturfest

Tänzerin: Die Folklorgruppe Ditip aus Köln gastierte.

Borken. Auch der türkische Konsul Özkan Durmaz war in die Bergwerksstadt Borken gereist, denn die Türkisch-Islamische Gemeinde hatte zum Festival von Samstag bis Pfingstmontag eingeladen. Hunderte von Gästen bevölkerten zur Eröffnung schon am frühen Nachmittag das Festgelände.

Neben zahlreichen türkischen Spezialitäten gab es unter anderem auch Bratwurst, Pommes, Kaffee, Kuchen, Popcorn, Zuckerwatte und herrlich duftenden Tee sowie Spiele und Unterhaltung für jung und alt.

Viele Gemeinsamkeiten

Recep Akdag, der Vorsitzende der türkischen Gemeinde, erwähnte in seinen Begrüßungsworten nicht nur angenehme Gemeinsamkeiten zwischen türkischen und deutschen Mitbürgern. Vielmehr erinnerte er auch daran, dass die Grubenunglücke in Borken 1988 und das Unglück in der türkischen Stadt Soma von wenigen Wochen die Menschen in ihrem Leid verbinden.

Partnerschaft angestrebt

Bürgermeister Bernd Heßler nahm das Thema auf und erklärte, man werde versuchen, eine Partnerschaft zwischen beiden Städten zu gründen. Um das zu erreichen, sagte der türkische Konsul Durmaz, dessen Rede von Mevlid Uludag ins Deutsche übersetzt wurde, seine Unterstützung zu.

Übersetzt wurde auch die Rede von Bürgermeister Heßler, aber nicht in die türkische, sondern in die französische Sprache. Das war Sache von Cerile Mariano, die aus Haucourt-Moulaine-St. Charles, das ist die französische Partnerstadt vom Borkener Ortsteil Kleinenglis, angereist war.

Die Anwesenheit eines spanischen Ehepaares, das von Barcelona nach Fritzlar umgezogen ist, machte die multikulturelle Vielfalt des Kulturfestes komplett. Bürgermeister Heßler bezeichnete dies als zukunftsweisend, denn, so der Bürgermeister weiter, „wir müssen dafür sorgen, dass wir unseren Kindern ein friedliches und sicheres Europa bieten und auch hinterlassen können.“

Nachdem Imam Mustafa Köse und Pfarrer Jochen Löber die Gemeinden begrüßt hatten, ließen Kinder Luftballons als Zeichen des Friedens und der Gemeinsamkeit der beiden Völker aufsteigen.

Von Rainer Zirzow

Quelle: HNA

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