Fallschirmjägerwettkampf der Division Schnelle Kräfte – Formationssprung fiel aus

Springer trotzten dem Regen

Beeindruckende Bilder: Viele Zuschauer verfolgten den internationalen Fallschirmjägerwettkampf der Division Schnelle Kräfte auf dem Amöneburger Segelflugplatz. Foto: Wieber

Amöneburg/Stadtallendorf. Mit einem Minimalsprungprogramm fand der diesjährige internationale Fallschirmjägerwettkampf der Division Schnelle Kräfte auf dem Amöneburger Segelflugplatz seinen Abschluss.

Das schlechte Wetter am Dienstag und Mittwoch hatte den Veranstaltern einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht, sodass das als Höhepunkt des Wettkampfs eigentlich für drei Tage geplante Formationsspringen auf den Donnerstagnachmittag beschränkt werden musste. Die neun nationalen und internationalen Teams, die sich aus jeweils fünf Soldaten zusammensetzten, hatten bereits am Montag den Wettbewerb um die begehrten Auszeichnungen des Veranstalters mit dem 100 Meter Kleiderschwimmen, zwölf Kilometer Geländelauf und dem Schießen mit Gewehr G 36 und Pistole P8 in Stadtallendorf begonnen.

Dienstag und Mittwoch war Warten auf besseres Wetter angesagt. Am Donnerstag klarte es endlich auf und ab nachmittags ging es dann Schlag auf Schlag. Jeweils im Abstand von rund 20 Minuten starteten die beiden Bell UH 1D Hubschrauber aus Fassberg, um die immer aus fünf Springern bestehenden Mannschaften auf die Absprunghöhe von 4000 Fuß, sprich 1200 Meter, zu bringen.

Zahlreiche Zuschauer fanden sich dazu in der Nähe des Segelflugplatzes ein und verfolgten das Spektakel.

Andere schauten, mit Ferngläsern bewaffnet, den Springer von der Amöneburg herab zu und freuten sich an den gekonnten Flügen und Landungen der Spezialisten. Auf Grund der Kürze konnten allerdings nur ein einziger Wertungssprung pro Team absolviert werden.

Landung in einem Quadrat

„Am Ende des Flugs müssen die fünf Springer in einem am Boden abgesteckten 100 Meter Quadrat landen, und das möglichst zeitgleich, sonst gibt es Punktabzüge“, erklärte Hauptfeldwebel Peter Huber, der mit einer Stoppuhr bewaffnet die Zeit vom Bodenkontakt des ersten bis zum fünften Springer registrierte.

Einige Teams hatten Schwierigkeiten mit den tiefhängenden Wolken. „Alle Springer folgen in der Luft dem Mannschaftsführer. Wenn dann der Sichtkontakt zu ihm oder zum Vordermann in den Wolken abreißt entstehen häufig Probleme die Mannschaft zusammenzuhalten. Aber es gibt ein paar Tricks um das bis zur Landung wieder auszugleichen“, erläuterte der erfahrene Hauptfeldwebel und Fallschirmspringer weiter.

Auf den Formationssprung des „Speedstars“, bei dem die fünf Springer nach Verlassen der Maschine im freien Fall durch Anfassen an den Händen einen Stern bilden, hatten die Veranstalter aus Zeitgründen verzichten müssen. Mit dabei waren diesmal auch wieder zwei Schweizer Mannschaften, die sich optisch vor allem durch ihre leuchtend rot-weißen Schirme von den olivgrünen der anderen Mannschaften unterschieden. „Diesmal hat es nicht so gut geklappt. Wir hatten beim Schießen Probleme“, bedauerte Oberleutnant Pascal Müller, der mit seiner Mannschaft im vergangenen Jahr siegreich gewesen war.

Am Ende siegte die Mannschaft des Fallschirmjägerbataillons 373 aus Seedorf vor der des Fallschirmjägerbataillons 263 aus Zweibrücken und dem Team der Fallschirmaufklärungskompanie 17 aus der Schweiz.

Von Alfons Wieber

Quelle: HNA

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