Der Sprung an die Spitze

Leichtathletik: TSV Wabern will auch bei Hallenmeisterschaften abräumen

+
Starten für den TSV Wabern: (von links) Marlon Schmidt (8 Jahre), Tino Görsch (12), Lucas Natusch (14), Rasmus Blum (9), Trainer Rolf Fricke, Cedric Gerlach (10), Janik Meyfarth (13) und Kevin Simmert (15).

Wabern. Aus dem Nichts an die hessische Spitze: Diesen Sprung haben Lucas Natusch und Janik Meyfarth geschafft. Und das im Wortsinn. Die Weitspringer trainieren erst seit einem halben Jahr - für Rolf Fricke sind sie aber schon jetzt zwei Topathleten.

Der Leichtathletiktrainer des TSV Wabern hat mit ihnen noch Großes vor: In zwei bis drei Jahren will er seine Schützlinge an der deutschen Spitze sehen. „Das werde ich schaffen“, ist sich Fricke sicher.

Wenn einer weiß, wie das Leichtathletikgeschäft läuft, dann Fricke. Er feierte in dem Geschäft zahlreiche Erfolge, startet als Geher bei Hessischen Meisterschaften, Deutschen Meisterschaften und Europameisterschaften über 20 und 50 Kilometer. Sein Wissen und seine Erfahrung möchte er in der erst vor einem halben Jahr gegründeten Leichtathletikabteilung des TSV Wabern weitergeben. Spielerisch und mit Spaß lautet seine Devise. Geht es nach Lucas Natusch und Janik Meyfarth, gelingt ihm das.

Beide Jugendlichen kannten Leichtathletik bis zum Sommer nur aus der Schule. Bei den Bundesjugendspielen waren sie erfolgreich und oft die besten ihrer Klasse. Beide starten im Weitsprung. „Weil es Spaß macht und ich eine gute Sprungkraft habe“, sagt Lucas Natusch, der derzeit der drittbeste Springer in Hessen ist.

In der Schule sei er immer „um Längen weiter gesprungen“ als seine Mitschüler. Rolf Fricke ist davon überzeugt, dass der 14-jährige Natusch und der 13-jährige Janik Meyfarth (Erster der Hessenliste) zu Höherem berufen sind. Auf sie warte die Königsdisziplin: der Zehnkampf.

Geborene Zehnkämpfer

Fricke verlässt sich bei der Beurteilung auf seine Erfahrung. „Man muss einfach sehen, welcher Sportler für welche Sportart geeignet ist“, erklärt er. Die Fähigkeiten würden sich im Wettkampf und unter Konkurrenzbedingungen am deutlichsten zeigen. „Dann sieht man, wo jemand angesiedelt ist“, betont der Trainer. Und bei dem erfolgreichen Weitsprung-Duo handele es sich einfach um „geborene Zehnkämpfer“.

Mit Speer und Diskus

In der Sommersaison bekommen sie Speer und Diskus in die Hand. Rolf Fricke habe das schon mit den beiden Jungs probiert - und es klappt. Von Jahrgang zu Jahrgang kommen weitere Disziplinen dazu: bis aus den einstigen Weitspringern Zehnkämpfer geworden sind.

Lucas Natusch und Janik Meyfarth konzentrieren sich derweil auf die nächste große Aufgabe: die Hessischen Hallenmeisterschaften in Hanau, die dort am 15. Januar anstehen.

Janik Meyfarth hofft eine gute Platzierung, sein Teamkollege Lucas Natusch gibt sich angriffslustiger. „Wir wollen am besten abräumen“, sagt er. Es wäre der nächste Schritt auf dem Weg in die nationale Spitze.

Quelle: HNA

Kommentare