Staatsanwalt fordert neun Jahre Haft

Streit ums Geld: Frau soll Großonkel vorsätzlich getötet haben

Kassel/Guxhagen. Ein Streit ums Geld ist der Hintergrund für die Tötung eines 83-jährigen Mannes aus Guxhagen, der im November 2010 von seiner Großnichte aus Zierenberg mit einem Kerzenständer erschlagen worden sein soll. So schätzt Staatsanwalt Jan Uekermann den Fall ein.  

Die Zierenbergerin steht derzeit als Angeklagte vor dem Landgericht in Kassel, am Montag hielt der Staatsanwalt sein Schlussplädoyer.

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Er forderte neun Jahre Haft für die Frau. Es habe sich bei der Tat weder um Notwehr gehandelt noch sei ihre Schuldfähigkeit eingeschränkt gewesen. Auch ein minder schwerer Fall sei nicht zu erkennen. „Sie hat ihn vorsätzlich, rechtswidrig und schuldhaft getötet“, sagte der Anklagevertreter. Anschließend habe die 61-Jährige am Tatort im Haus des Getöteten Feuer gelegt, um die Beweise für die brutale Bluttat verschwinden zu lassen. Mit mäßigem Erfolg allerdings.

Nach elf Verhandlungstagen vor der Schwurgerichtskammer hielt Uekermann den Anklagevorwurf des Totschlags und der versuchten Brandstiftung für erwiesen.

Der Prozess wird am kommenden Montag (12. März) mit den Plädoyers der Verteidigung fortgesetzt. Und wenn danach noch Zeit bleibt, soll am selben Tag auch das Urteil verkündet werden. (jft)

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Quelle: HNA

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