Staatsminister Michael Boddenberg zu Gast beim Neujahrsempfang der CDU in Neukirchen

Willkommen: Jürgen Lepper, Veronika Backes, Mark Weinmeister und Klemens Olbrich (von links) begrüßten am Sonntag ihren Gast Michael Boddenberg (zweiter von links). Foto: Rose

Neukirchen. Der Stadtverband der CDU Neukirchen hatte zum 15. Neujahrsempfang am Sonntag ins Hotel Combecher eingeladen. 70 Gäste lauschten dem hessischen Staatsminister für Bundesangelegenheiten, Michael Boddenberg.

Willkommen geheißen wurde der Minister vom Vorsitzenden Jürgen Lepper und seiner Stellvertreterin Veronika Backes. Unter den Gästen waren auch Staatssekretär Mark Weinmeister und Bürgermeister Klemens Olbrich.

„Ich will nicht draufhauen, wähle lieber die staatsmännische Variante“, stimmte der Politiker die Gäste auf die gut einstündige Rede ein. Und tatsächlich blieb Boddenberg bodenständig und sachlich: „Ihnen verrate ich es, ich bin gelernter Metzgermeister - komme also aus dem Mittelstand“, erklärte er. Die mittelständischen Strukturen rückte der Minister in den Mittelpunkt.

Außerhalb Deutschlands erfahre man für den Weg aus der Krise - hier zitierte er Obamas „zweites deutsches Wunder“ - Bewunderung. „Im Land selbst begegnet einem hingegen Skepsis und Unzufriedenheit. Dabei geht es uns besser als vielen anderen“, sagte Boddenberg. Die Selbstverwaltung der Länder sei auch künftig eine enorme Chance: „Der Föderalismus ist eine der Garantien, in schwierigen Phasen erfolgreich zu arbeiten“, sagte der Minister. „Ich halte deshalb die Kommunalwahl für die wichtigste.“

Als wichtig und richtig stufte Boddenberg den Rettungsschirm für Griechenland und Irland ein. „Der Euro ist genauso stabil wie die D-Mark.“ Man müsse alles daran setzen, eine erfolgreiche Währung weiter zu stabilisieren. Dass Deutschland so gut dastehe, liege nicht am besseren Wetter: „Unsere Handwerksbetriebe sind die soziale Basis.“ Mit Blick auf das Krisenjahr stellte Boddenberg klar: „Das war der Feuerwehreinsatz - jetzt kommt das Aufräumen.“ Doch die Politik habe noch andere Baustellen, etwa die Energiepolitik sowie eine ordentlich aufgestellte, breite Industrielandschaft.

„Wir müssen die Perspektivlosigkeit aufbrechen und ein größeres Augenmerk auf eine differenziertere Bildungspolitik legen“, gab Boddenberg den Parteigenossen mit auf den Weg. „Lassen Sie uns in der Kommunalwahl nicht die großen ideologischen Diskussionen führen, sondern darüber reden, was vorort passiert. Außerdem müssen wir den Dialog mit den Bürgern verbessern.“

Quelle: HNA

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