KVG und Stadt eröffnen Station für Elektroautos in Melsungen

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Strom tanken: Die Elektrotankstelle am Dienstleistungszentrum in Melsungen

Melsungen. In Melsungen kann jetzt Strom getankt werden. Am Dienstleistungszentrum an der Sandstraße gibt es nun einen weiteren E-Mobilpunkt in der nordhessischen Region.

In Kassel sind durch das Projekt Free, das die KVG gemeinsam mit den Städtische Werken, dem Regionalmanagement Nordhessen, der Universität Kassel und weiteren nordhessischen Partnern ins Leben gerufen hat, bereits vier E-Mobilpunkte entstanden.

Ein Ziel des Projekts sei es, die umweltfreundlichen Verkehrsmittel so eng miteinander zu verknüpfen, dass man gerade im ländlichen Raum ohne eigenes Fahrzeug ans Ziel gelangen und vor Ort mobil sein könne, sagte Dr. Thorsten Ebert, Vorstand der KVG und der Städtischen Werke.

Während der Dienstzeiten steht den Mitarbeitern der Stadt ein Elektroauto zur Verfügung. Außerhalb dieser Zeiten kann das Elektroauto von Touristen und Einwohnern als Carsharingfahrzeug genutzt werden. Dazu ist es nicht notwendig, Kunde der KVG zu sein. Das Auto kann über die Kultur-und Tourist-Information gebucht werden.

Roland Gaber, Ingenieur des Fraunhofer Instituts Kassel, wurde bei der Eröffnung als „Pionier der Elektromobilität“ bezeichnet. Bereits 1991 setzte er sich intensiv mit dem Thema umweltfreundliche Mobilität auseinander. „Die Devise ist erdölunabhängiges Fahren“, sagte er. „Denn das Öl benötigen wir für andere Zwecke.“

Mobilität im Wandel 

Doch neben all den positiven Aspekten denken immer noch viele Verbraucher bei Elektroautos an kurze Reichweiten und lange Ladezeiten. Roland Gaber sagte dazu, dass sein Golf „Citystromer“, Baujahr 1994, eine Reichweite von 130 Kilometern im Mischbetrieb habe. Und auch das Aufladen, stelle kein Problem mehr dar, Denn bereits innerhalb einer Stunde könne man sein Auto laden. Bei längeren Strecken, müssten Aufladezeiten dennoch geplant werden.

Gemeinsam mit Veit Prior hat Roland Gaber einen DKW Kombi, Baujahr 1962, dieses Jahr komplett restauriert und zu einem Elektroauto umgebaut. Das besondere sei, dass das Getriebe komplett erhalten blieb.

Neben dem Umstieg auf Elektrofahrzeuge sollte auch beachtet werden, dass der Strom für die Fahrzeuge möglichst aus erneuerbaren Energien gewonnen werden sollte.

Anderer Fahrstil 

Mit Elektroautos verändere sich auch der Fahrstil: „Man fährt viel ruhiger und entspannter, immer im Hinterkopf möglichst energieeffizient zu fahren“, sagte Roland Gaber.

„Der E-Mobilpunkt ist ein wichtiges Projekt für die Region, denn die Mobilität der Zukunft wird elektrisch sein“, sagte Holger Schach, Geschäftsführer der Regionalmanagement Nordhessen GmbH.

Von Claudia Lukas

Quelle: HNA

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