Stadt Felsberg erhöht Kita-Gebühren

Eltern müssen tiefer in die Tasche greifen: Den Löwenanteil der Betreuungskosten stemmt aber nach wie vor die Stadt. Foto: Archiv

Felsberg. Die Betreuung in Felsberger Kindertagesstätten kostet künftig mehr: Die Stadtverordneten haben in ihrer Sitzung am Donnerstagabend mit großer Mehrheit eine neue Gebührensatzung beschlossen.

Die Satzung soll am 1. August in Kraft treten. Dann müssen Eltern für die Betreuung ihres Kindes monatlich mindestens 100 Euro zahlen. Je nach Länge der Betreuungszeit kommen weitere Kosten dazu. Dies soll für kommunale und freie Träger gelten - bislang wurden je nach Einrichtung unterschiedlich hohe Gebühren erhoben.

Entlastet werden sollen Familien mit mehreren Kindern: Sie zahlen für das zweite Kind nur noch 50 Prozent der Gebühren, weitere Kinder werden kostenlos betreut.

Die Stadt erhoffe sich durch die neue Satzung Mehreinnahmen von etwa 60 000 Euro im Jahr, sagte Steinmetz. Dies ist allerdings nur ein Tropfen auf den heißen Stein im Vergleich zum Defizit von 1,6 Millionen Euro, das jedes Jahr im Bereich Kindertagesstätten entsteht.

Schuld an dem hohen Defizit, darin waren sich Bürgermeister und Stadtverordnete einig, sei das Land Hessen, das sich zu wenig an den Kosten für die Kinderbetreuung beteilige. Die Stadt müsse hierfür dieses Jahr 2,14 Millionen Euro ausgeben, sagte Stephan Bürger (SPD). Dem stünden Einnahmen von nur 600 000 Euro gegenüber. Das Land zahle lediglich einen Zuschuss von 288 000 Euro, die Eltern übernähmen einen Anteil von 218 000 Euro. Der Rest der Kosten bleibt an der Stadt hängen. „Das Ziel war eigentlich eine Lastendrittelung“, sagte Bürgermeister Steinmetz: „Eltern, Kommune und Land sollten jeweils ein Drittel der Kosten übernehmen.“

Von Judith Féaux de Lacroix

Quelle: HNA

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