Fünf Millionen Euro: Stadt Gudensberg will Ex-Kaufhaus Trossbach neu beleben

Die Innenstadt von Gudensberg: das leer stehende Ex-Kaufhaus (rechts) soll wieder zentraler Anlaufpunkt werden. Dafür soll viel Geld investiert werden. Foto: Brandau

Gudensberg. Die Stadt Gudensberg will viel Geld ins ehemalige Kaufhaus Trossbach stecken: Im seit langem leerstehenden Gebäude in der Stadtmitte könnte eine Art Kommunikations- und Kulturzentrum entstehen.

Voraussetzung für den Umbau des mehrstöckigen Gebäudes aus den 70er-Jahren ist, dass die Stadt ins Förderprogramm des Bundes aufgenommen wird, das den Städtebau finanziell unterstützt. Das hieße, dass der Bund 3,3 Millionen Euro und damit zwei Drittel der Kosten von fünf Millionen Euro übernehmen würde. Die Stadt müsste noch 1,67 Millionen Euro zahlen.

Das Parlament ist bereit, diese Summe zu schultern: Die Politik steht hinter dem Plan, dass die Stadt Geld in die Hand nehmen will, um eine Lösung für die Problemimmobilie in der Gudensberger Mitte zu finden.

Das ehemalige Traditionskaufhaus bestand 100 Jahre, war über Jahrzehnte hinweg Anlauf- und Mittelpunkt in der Stadt, bevor es 2005 geschlossen wurde. Heute ist der Bau mit der Waschbetonfassade von Leerstand geprägt, seine Schaufenster sind verwaist.

Alleine könnte die Stadt Gudensberg diesen desolaten Zustand nicht ändern - wohl aber mit den Zuschüssen, die sie eventuell aus dem Förderprogramm erhalten könnte.

Die Idee ist es, das Äußere des Kaufhauses modern und einladend zu gestalten und in seinem Inneren viele Nutzungsmöglichkeiten anzubieten. Händler aus der Region könnten beispielsweise Waren aus der Region verkaufen und so eine Art Marktplatz entstehen lassen. Zum anderen sollen dort Vereine und Verbände einen Treffpunkt finden, sagt Bürgermeister Frank Börner.

Das Konzept ist noch in Arbeit, das Ziel aber klar: „Wenn wir es schaffen, das Haus zu einem solchen Magneten zu machen, wie es das Trossbach früher einer war, dann haben wir richtig was geschafft“, sagt Börner.

Hintergrund: Geld aus Förderprogramm

Den Umbau des ehemaligen Kaufhauses Trossbach wäre machbar, wenn die Stadt vom Förderprogramm der Bundesregierung profitieren könnte. Die stellt in den kommenden vier Jahren Geld für den Städtebau bereit.

Voraussetzungen sind:

• eine hohe Wahrnehmbarkeit und Wirkung des Vorhabens,

• eine überdurchschnittliche Qualität hinsichtlich Städtebau, Baukultur und Bürgerbeteiligung,

• hohe Kosten und

• eine zügige Umsetzung.

Wenn Gudensberg diese Chance nutzen will, muss sich die Stadt sputen: Das Konzept muss bis zum 19. April fix und fertig sein - dann muss es dem Bundesinstitut für Bauforschung vorliegen. 

Quelle: HNA

Kommentare